1. Mit richtigen Übungen den Rücken stärken

    Ralph M. Böhne referiert bei Senioren-Union

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    RINTELN (km). Über den "schmerzhaften Bezug zwischen Lendenwirbelsäule und Hüftgelenk" referierte jetzt der Physiotherapeuth Ralph M. Böhne bei der Rintelner Senioren-Union. Vorsitzender Dieter Edler konnte dabei im Hotel "Stadt Kassel" zahlreiche Mitglieder begrüßen, die sich über die speziellen Möglichkeiten krankengymnastischer Therapien aufklären ließen.

    Ralph M. Böhne wartete bei seinen Ausführungen gleich mit einigen sehr praktischen Anmerkungen auf: Dass es etwa wichtig sei, gerade bei stereotypen, körperlichen Arbeiten - wie gerade den jetzt beginnenden Gartenarbeiten - sei es wichtig, die einseitige körperliche Betätigung nach einer Periode von etwa einer dreiviertel Stunde zu unterbrechen und sich einer andersartigen (körperlichen) Betätigung zuzuwenden. Auch bei stereotypen Arbeiten könne es zu späteren Beschwerden in den Bereichen der Lendenwirbelsäule und der Hüfte kommen.

    Die die Hüfte umgebende Muskulatur wirke stützend für diese so oft anfällige Körperpartie. Treten im Leistenbereich aber Schmerzen auf, sei es ratsam, so Böhne, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, um weitere Maßnahmen konkretisieren zu können - bevor eine Operation unabwendbar werden könnte. Ursachen für Schmerzen könnten unter anderem eine Präarthrose oder eine Fehlstellung der Wirbel sein. Bei den prophylaktischen Maßnahmen benannte der Experte vor allem die längerfristigen: "Aktive Bewegung von der Kindheit an bis ins hohe Alter ist und bleibt die Voraussetzung für einen relativ schmerzfreien Hüftgelenkbereich. Es ist ratsam, sich systematisch körperlich aktiv zu halten, um die Muskulatur zu erhalten und zu stärken." Dabei gelte das Motto: "Kraft ist gut, Kontrolle ist besser!" Für viele sei diese Erkenntnis von Ausschlag gebender Bedeutung - nämlich dass gerade das Trainieren der Bauchmuskulatur die Hüftmuskulatur stabilisiere und somit die dortigen Schmerzzustände

    vermeiden helfen könne. Bei Menschen indessen, denen eine stabile Rumpfmuskulatur fehle, könne es auch zur Überstreckung der Halswirbelsäule kommen. Dann, so Ralph M. Böhne, sei Handeln angesagt.

    Auch was man in akuten oder chronischen Fällen Schmerzen tun könne, wusste der Referent zu taxieren. Medikamente betäubten

    zunächst den Schmerz - aber die Ursache werde dadurch nicht beseitigt. In jedem Fall sei eine ärztliche Diagnose wichtig. Und grundsätzlich können man seinem Körper viel Gutes tun, wenn man täglich 45 Minuten zügig marschiere, mit dem Fahrrad fahre (vor allem bei Hüftproblemen) oder schwimme. Auch "Nording Walking" kräftige die Bauchmuskulatur. Durch diese Fortbewegungsart werde die Skelettmuskulatur sogar bis zu 90 Prozent trainiert.

    "Und welche Sitzposition ist die beste?" wollte schließlich ein Teilnehmer wissen. - "Immer die nächste," riet Ralph M. Böhne: "Das nennt man dynamisches Sitzen."

    Foto: km

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