RINTELN (km). Zum dritten Mal reihten sich jetzt auch die evangelischen Kirchengemeinden in die Veranstalter von Osterfeuern ein - wenngleich wieder erst am Ostersonntag. Auf der Wiese zwischen der Ostertorstraße und der Ostcontrescarpe fanden sich zahlreiche Gäste ein, um - bei Bratwurst und Bier - nach altem Brauch den Winter zu vertreiben. Und der "Scheiterhaufen", den die Organisatoren zusammen getragen hatten, brauchte abermals keine Vergleiche zu scheuen. Am Samstag waren in Rinteln und Umgebung rund 20 Osterfeuer entzündet worden. Zu den meist frequentierten Feiern zählte das Domizil der Ackerbürger auf dem Gut Dankersen - wo man sich aus sicherheitstechnischen Gründen allerdings mit mehreren "Schwedenfeuern" (großen Fackeln) begnügte. Was viele Osterfeuer-Gäste vermutlich nicht wussten: "Eostar" war ursprünglich eine von den alten Sachsen und Angelsachsen verehrte Frühlingsgöttin. Bei den Osterfeuern glaubte man einst, dass der Schein der Flamme eine reinigende Wirkung habe - und die keimende Saat vor bösen Geistern schütze. Und so galt der Brauch auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte. Besonders erfreulich: Bei allen Veranstaltungen soll es dem Vernehmen nach anständig zugegangen sein. Polizei und Feuerwehr zumindest mussten nicht ein einziges Mal einschreiten. Foto: km
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Mehr als 20 Osterfeuer brennen störungsfrei ab
Keine zusätzliche Arbeit für Polizei und Feuerwehren in Rinteln und Umgebung / Stimmung ist gut
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