1. Haushaltsplan weist keinerlei eigene Investitionen für das laufende Jahr auf

    Der Etat ist geprägt von Fehlbeträgen / Mittel aus Konjunkturpaket II helfen bei der Wärmeisolierung des Kindergartens

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    LÜDERSFELD. Sehr bescheiden gestaltet sich der Haushaltsplan der Gemeinde Lüdersfeld für das laufende Jahr. Der erste Haushalt der Gemeinde Lüdersfeld auf der Grundlage der doppelten Buchführung in Konten (Doppik) schließt im Ergebnishaushalt mit einem Minus von 162.900 Euro ab. Zu diesem Fehlbedarf kommt es insbesondere, weil vor dem Hintergrund des neuen kommunalen Rechnungswesens Abschreibungen von gut 140.000 Euro in den Haushalt einzurechnen sind. Diese Abschreibungen fanden im vorher verwendeten kameralen Rechnungsstil keine Berücksichtigung. Der Finanzhaushalt schreibt ebenfalls rote Zahlen und schließt mit einem Minus von 61.100 Euro ab.

    Die einzige Investition, die sich Lüdersfeld in diesem Jahr leistet, ist die Wärmeisolierung der Westseite des Kindergartens. Der Aufwand von 20.000 Euro wird in voller Höhe aus Mitteln des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung bestritten. Eigene Lüdersfelder Mittel fließen da nicht hinein. Der Haushalt selbst dient nach Aussage von Bürgermeister Wilfried Schröder dazu, die laufenden Kosten der Kommune zu decken. Schröder rechnet damit, dass sich die Kassenkredite erheblich erhöhen werden.

    Die Leistungsfähigkeit der Gemeinde ist nach Meinung des frisch gewählten Bürgermeisters nicht vielversprechend. Die Finanzprobleme werden größer, davon ist Schröder überzeugt. Sein Fazit: "Dies wollen wir mit aller Macht verhindern." Norbert Wilkening (CDU) regte an, schon bald einmal über die vorhandenen Sätze bei den Grundsteuern sowie über die Kindergartengebühren nachzudenken. Das Stichwort Kindergärten griff ebenfalls Christian Schifkowski (CDU) auf. Er verwies auf mögliche Einspareffekte, wenn die Kindergärten der Mitgliedsgemeinden unter dem Dach der Samtgemeinde Lindhorst betrieben würden. Dies gehe aber nicht von heute auf morgen, meinte der Bürgermeister dazu: "Wir müssen sehen, dass wir erst mal alleine klar kommen.

    Gegen die vorgelegte Haushaltssatzung regte sich kein Widerspruch. Die elf Mitglieder des Rates stimmten der Vorlage zu und verabschiedeten das Zahlenwerk einstimmig.

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