HÜLSEDE (al). Der Weg zu "Kracke’s Ruh" ist wieder frei. Die Verbindung von der Hülseder Ortslage zum Rand des Süntels war nach einem Beschluss des Rates vor einigen Monaten für den Verkehr gesperrt worden. Nur land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sollten noch passieren dürfen. Doch auch etliche andere Autofahrer hatten Gründe, die Strecke zu nutzen. So wurde die Verwaltung mit Ausnahmegenehmigungen belastet. "Den Aufwand wollten wir beseitigen", begründete Bürgermeister Herbert Weibels die revidierte Entscheidung. Die Öffnung des Weges hatte der Rat schon vor einigen Wochen in vertraulicher Sitzung beschlossen. Jetzt teilte er dies auch öffentlich mit: Mit sieben gegen vier Stimmen sei das Verbot aufgehoben worden, berichtete der stellvertretende Gemeindedirektor Günter Wehrhahn. Allerdings weise ein Schild auf die schlechte Wegstrecke hin.
Der Zustand der Fahrbahn hatte die ursprüngliche Entscheidung ausgelöst. Denn zwischen Gemeinde und Forst bestand kein Einvernehmen über die fälligen Reparaturkosten. Der Rat wollte den finanziellen Aufwand nicht tragen. Folglich ließ er die Sperrung betreiben.
Doch nach Kritik aus der Bevölkerung und den eingegangenen Ausnahmeanträgen diskutierte der Rat neu und orientierte sich um. Kurz kommentierten beide Fraktionen ihre Haltung in dieser Angelegenheit: "Es bleibt doch jedem selbst überlassen, ob er da langfahren will", verwies Wolfgang Jamma (SPD) auf das jetzt installierte Warnschild. Christdemokrat Dirk Tetzlaff hätte lieber den neuen Zustand beibehalten: "Da oben wohnt doch keiner." Zugleich äußerte er die Sorge, dass der gleichfalls beschlossene Wanderparkplatz am Bolzplatz Steinecke jetzt nicht mehr angenommen würde: "Da fahren dann alle weiter."