BAD NENNDORF (ih). Sie sind schon ein paar Wochen wieder zurück, konnten die Eindrücke sacken lassen. Einige Schüler des Gymnasiums Bad Nenndorf sind seit Beginn des Schuljahres 2009 am Comenius-Projekt "Together in Europe" (TIE) beteiligt. Vier europäische Schulen beschäftigen sich darin über zwei Jahre gemeinsam mit dem Zusammenleben in Europa. Zur zweiten Tagung reisten die Nenndorfer Gymnsaisten jüngst nach Frankreich.
Ein Klassiker: Die Nenndorfer Comenius-Gruppe lässt sich das Erinnerungsfoto vor dem Eifelturm nicht nehmen.
Christian Thiel (li.) und Justyna werten in Frankreich die Umfrage des Comenius-Projektes aus.
Die Partnerschulen befinden sich in Champagné, in Manchester in Großbritannien und in Warschau, der Hauptstadt Polens. Das Projekt wird von der EU gefördert.
In Champagné versammelten sich erneut von jeder Schule jeweils fünf Schüler und zwei Lehrer, die zusammen mit den Gastgebern arbeiteten.
In Champagné wurden zunächst die Aktivitäten und Ergebnisse der Projekttage der einzelnen Schulen vorgestellt. Die Schüler erfuhren zum Beispiel etwas über deutsches Bier, bekamen eine Einsicht in die unterschiedlichen Bildungssysteme und die populären Sportarten der Partnerländer.
Beim ersten Comenius-Treffen in Manchester hatten die Partner eine Umfrage zum Theman "europäisches Bewusstsein im Alltag" vorbereitet und während der Projekttage durchgeführt. Die Ergebnisse trugen die Comenius-Schüler dann in Frankreich zusammen. Ergebnis: Die Lebensumstände der Schüler ähneln sich, gerade was die Freizeitgestaltung angeht. Die Unterschiede wurden beim europäischen Bewusstsein deutlich. Beispielsweise unterschieden sich die französischen Schüler von den anderen in der Bereitschaft, in einem anderen Land zu arbeiten. Das Fazit der Schüler, das sie schriftlich festgehalten haben, zeigt: "Insgesamt lässt sich sagen, dass Europa immer mehr in das Bewusstsein der Menschen gerät und uns immer stärker verbindet." Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war die gemeinsame Zusammenstellung der Ausstellung der "European Monuments". Schüler jeder Schule sollte vier nationale Bauwerke (Brandenburger Tor, Eiffelturm, Big Ben und den Wawel) künstlerisch verfremden. "Um die eigene Perspektive auf diese Bauwerke und die damit verknüpfte Nation zu verdeutlichen," erklärte Lehrer Kay Tomhave. Die besten Ergebnisse wurden in Champagné zusammengefügt und touren als Wanderausstellung durch die beteiligten Schulen. Am Gymnasium Bad Nenndorf ist sie von August bis Ende September 2010 zu sehen. Einen ersten Einblick gibt es bereits im Internet auf der Comenius-Seite www.togetherineurope.de .
Neben der inhaltlichen Arbeit standen Ausflüge nach Paris und Le Mans auf dem Programm. "Diese halfen durch die gemeinsame Erfahrung ungemein, dass sich die SchülerInnen besser kennen lernten", so Tomhave. Dadurch seien Barrieren aufgebrochen und die inhaltliche Arbeit vereinfacht worden.