1. Eine blühende und lebhafte Partnerschaft mit Kendal und Slawno

    Neue Beisitzerin für die polnische Partnerstadt ist Roza Koczewski

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    RINTELN (ste). Als die Partnerschaften mit Kendal und Slawno von Rinteln aus beschlossen wurden, war es nicht abzusehen, dass sich diese Partnerschaften zum einen so gut entwickeln würden, und zum anderen echte Freundschaften aus den Partnerschaften erwachsen würden, freute sich die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Liesa Luchtmeier, auf der Jahreshauptversammlung im VTR-Heim.

    Der Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins ist weitgehend unverändert: Mike Middleton, Liesa Luchtmeier, Edeltraut Frohmann, Ina Oldak, Ursula Schlame, Bernhard Priesmeier sowie Ursula Mücke.

    Ein Garant für den Erfolg sind die vielen gegenseitigen Besuche auf kultureller, sportlicher, politischer und Jugendebene, die den Partnerschaften mit den Städten in Englang und Polen Leben einhauchen. Dafür gibt es aber auch mit Michael Middleton für Kendal und Ina Grazina Oldag für Slawno potente Paten, die mit viel Elan und persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass es Austausche in beide Richtungen gibt.

    Und auch im letzten Jahr war das Fazit, dass beide Paten für die Austausche ziehen konnten, positiv. Middleton berichtet von fünf offiziellen Besuchen aus Rinteln in Kendal, darunter eine große Konfirmandengruppe der reformierten Kirche. Und auch in der Gegenrichtung klappte es prima. Aus Kendal kam unter anderem zum vierten Mal die "Kendal Concert Band" zum Altstadtfest nach Rinteln. Erstmals hatte es auch einen Besuch von zwei Schülerinnen der Queen Katherine School auf Einladung des Partnerschaftsvereins zur Rintelner Sommeruni gegeben. "Das wird in diesem Jahr auf drei Schüler/innen ausgebaut", so Liesa Luchtmeier,die natürlich auch zwei Schülerinnen aus Slawno in Rinteln begrüßen konnte und die Einladung für dieses Jahr schon herausgeschickt hat.

    Für dieses Jahr stehen schon wieder reichlich Besuchstermien an.

    So fahren im Juni 17 Schülerinnen aus dem Bereich Krankenpflege zu einem Studienbesuch nach Kendal und Anfang Oktober reist das Blasorchester Feuerwehr Rinteln als weitere große Gruppe dorthin. Natürlich wird es auch Gegenbesuche geben. Aus Kendal kommt zur Maimesse eine Gruppe mit dem dreimaligen Bürgermeister Philip Ball nach Rinteln und dafür werden noch Gastfamilien gesucht.

    Auch Ina Oldak als Beisitzerin für Slawno berichtete von einem regen Austausch mit der polnischen Partnerstadt. So kam eine Alt-Herrenmannschaft zu den Fußballern des SC Rinteln und der Slawnoer Bürgermeister Krysztof Frankenstein hatte eine 26-köpfige Delegation mit zum Altstadtfest nach Rinteln gebracht.

    Eine Begegnung der besonderen Art hatten Margarethe Dieckmann und Boris Ocker, die von einem Austausch des Rintelner Gymnasium Ernestinum mit dem Lyceum Slawno berichteten. "Hauptaspekt war eine viertägige Gendenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Stutthoff bei Danzig", so Ina Oldak.

    "Wir erfuhren, dass in Stutthoff 110.000 Menschen durch das so genannte Todestor gingen und das 65.000 Häftlinge einen grausamen Tod starben durch zu wenig Nahrung, schlechte Hygiene und zu harte Arbeit", schrieb die deutsche Reisegruppe in ihre Dokumentation. Zusammen mit polnischen Freunden hatten die Rintelner Schüler die Dokumentation unter dem Eindruck von Gaskammern und Krematoriumsöfen erstellt in dem Bewusstsein, "...dass sich das alles wirklich genau hier abgespielt hat ...!"

    Ina Oldak, die über Jahre hinweg der Motor der Partnerschaft als Nachfolgerin von Derk Steggewentz war, musste sich aus beruflichen Gründen von ihrem Amt verabschieden.

    Nachfolgerin wird Roza Koczewski: "Sie ist wie Ina Oldak wieder ein wahrer Glücksfall für uns", erklärte Liesa Luchtmeier und nannte auch gleich warum: "Roza Koczewski stammt wie ihre Vorgängerin aus Polen, lebt seit 20 Jahren mit ihrer Familie in Rinteln und arbeitet als Krankenschwester im Kreiskrankenhaus!"

    Für ein historisches Fest in Slawno im kommenden Mai hat sie bereits die Organisation übernommen. Der Rest des Vorstandes des Städtepartnerschaftsvereins bleibt dagegen unverändert mit Liesa Luchtmeier an seiner Spitze, Bernhard Priesmeier und Edeltraut Frohmann als stellvertretende Vorsitzende, Ursula Schlame als Schriftführerin und Ursula Mücke als Schatzmeisterin. Foto: ste

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