HÜLSEDE (al). Ihre ganzen Erinnerungen an die in den letzten 50 Jahren für Schule und Verein zur Verfügung stehenden Sporthalle wollen die Hülseder einen Abend lang Revue passieren lassen. Eine "Abrissparty" steigt am Donnerstag, 1. April, um 18 Uhr. Es ist kein Scherz, wie er an diesem Tag gelegentlich die Menschen narrt. Denn der Abbruch des Gebäudes beginnt gleich nach Ostern.
Die jetzige Halle ist nicht ganz 50 Jahre alt geworden. Zwar hatte der Schulvorstand schon 1959 den Bau beschlossen und auch die erforderlichen Genehmigungen eingeholt. Aber der Baubeginn erfolgte erst am 6. Oktober 1960. Am 4. November legte Hauptlehrer Hans-Joachim Thormann gemeinsam mit Lehrerin Adelheid Retzlaff und Ratsherr Willi Kracke den Grundstein; zehn Tage später wurde Richtfest gefeiert.
Schulträger sind damals noch die Gemeinden Hülsede und Meinsen gewesen, die gemeinsam auch den Schulvorstand bildeten. Diesem gehörten für Hülsede Bürgermeister Friedrich Götz und die Ratsherren Willi Kracke und Paul Kalisch, Hauptlehrer Hans-Joachim Thormann sowie aus Meinsen Bürgermeister Wilhelm Stummeyer und Carl Grupe an. Sie hatten sich zur Verbesserung des Sportunterrichts für die "Kleinturnhalle" in einer Größe von zwölf mal 18 Metern und einigen Nebenräumen entschieden. Weil Nachbar Friedrich Hoppe ein Stück Land verkaufte, ging nicht viel Fläche vom vorhandenen Schulhof verloren.
Mit der Einweihung im Herbst 1961 war auch dem TuS Concordia geholfen, dessen Gruppen in den Abendstunden die neue Einrichtung nutzten.
Erst 1989 kam es zu einer ersten großen Sanierung. Damals wurden zur Energieeinsparung die großen Fenster auf der Nordseite abgebaut und durch eine feste Wand ersetzt. Im Innern war es vor allem die Tischtennissparte der "Concorden", die die Renovierung besorgten.
Wenn in Kürze die Arbeiten am neuen größeren Gebäude beginnen, soll der Hülseder Egbert Gelfert das Projekt als Bauleiter begleiten. Der Bauingenieur hat selbst besondere Beziehungen zur alten Sporthalle. Als Schüler erlebte er gemeinsam unter anderem mit Peter Winkelmann, Fritz Gehrmann, Bärbel Kotzwai, manfred Meyer, Werner Meier und Udo Benedikt die Einweihung mit, nahm hier am Turnunterricht teil und nutzte durch den Sportverein die räumlichen Gegebenheiten. Trotz der vielen persönlichen Erinnerungen, die durchaus "auch etwas Wehmut" bringen, findet er es "toll", dass Ort und Verein die Chance eines neuen Gebäudes erhalten.
Im Spätherbst soll die neue Sportstätte zur Verfugung stehen.