1. Viel Sonne für die Geburtshelferkröte

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (ste). Der Naturschutzbund Rinteln treibt die begonnenen Pflegemaßnahmen und die Entwicklung wichtiger Laichgewässer weiter voran. Ehrenamtliche des NABU haben sich im Frühjahr daran gemacht, den Teich der Geburtshelferkröten unweit des Waldkaters im Rahmen einer Pflegemaßnahme weiterzuentwickeln. Nicht ohne Grund hatte man bereits im Vorjahr in Kooperation mit der Stadt Rinteln Hand an das Gewässer am Waldkater angelegt, um die zunehmende Verlandung des Gewässers zu stoppen: Der kleine, unscheinbare Teich gehört zu dem Lebensraum eines Restvorkommens der Geburtshelferkröte, zu deren nördlichstem Verbreitungsgebiet in Europa der nördliche Rand des Wesergebirges, des Süntels und des mittleren Deisters gehört. "Nach der Sicherung des Teiches im Vorjahr geht es nun darum, das Gewässer und die Lebensbedingungen für die Geburtshelferkröte zu verbessern", erläutert Nick Büscher, erster Vorsitzender der Rintelner Naturschützer. Und da Geburtshelferkröten zumeist sonnenexponierte Hangbereiche in Waldnähe sowie Sandgruben und aufgelassene Steinbrüche bevorzugen, mussten zwei Eichen entfernt werden, um der Beschattung entgegen zu wirken. Und so sei es nicht verkehrt, so Nick Büscher als erster Vorsitzender des NABU Rinteln, Bäume für den Artenschutz zu fällen, da es Arten wie die Geburtshelferkröte gibt, die auch möglichst vegetationsfreie Flächen benötigen. Einen weiteren Vorteil bietet diese Pflegemaßnahme ohnedies: Der Baumschnitt wird zugleich für das Anlegen eines Totholzhaufens verwendet, der auch den auf der Roten Liste stehenden Geburtshelferkröten wichtige Versteckmöglichkeiten bietet. Foto: privat

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an