BAD NENNDORF (ed). Der Zentrale Verkehrsdienst (ZVD) hat auf der Bundesautobahn (BAB) 2 eine Großkontrolle des gewerblichen Güterverkehrs durchgeführt. Die Polizeiinspektion Ost hat an den letzten drei Tagen Verkehrsteilnehmer hinsichtlich Geschwindigkeitsübertretungen im Rahmen des Konzepts "3x3” angehalten und zahlreiche Verstöße geahndet.
Von 9 bis 14 Uhr wurden zwischen den Anschlussstellen Kolenfeld und Bad Nenndorf in Richtung Dortmund Abstandsmessungen durchgeführt. Die festgestellten Lkw wurden dann auf dem Parkplatz "Bückethaler Knick” kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass sich von den 42 überprüften Kraftfahrern allein 36 nicht an den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 50 Metern gehalten hatten. Für einen 52-jährigen polnischen Sattelzugfahrer war die Fahrt auf dem Parkplatz zu Ende als festgestellt wurde, dass seine geladenen 20 Tonnen Stahlteile auf dem maroden Anhänger zudem völlig unzureichend gesichert worden waren.
An einem litauischen Lkw musste erst die Bremsanlage repariert werden, bevor die Fahrt weiter gehen konnte. Einen traurigen Rekord stellte ein deutscher Lastwagenfahrer auf, der insgesamt 28,5 Stunden ohne ausreichende Pause hinter dem Steuer gesessen hatte. Auch ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.
Insgesamt fertigten die Beamten 49 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und eine Strafanzeige. Begleitet und unterstützt wurde die Polizei von Mitarbeitern des Zolls, des Gewerbeaufsichtsamtes und Sachverständigen der DEKRA.
Die Polizeiinspektion Ost hat am 16., 17. und 18. März jeweils sechs Stunden pro Tag Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und dabei 258 relevante Verstöße festgestellt. Davon kamen 141 Verkehrsteilnehmer mit einem Verwarngeld davon, 108 erwartet ein höheres Bußgeld und Punkte in Flensburg.
Zwei Autofahrer müssen sich auf ein Fahrverbot einstellen: ein 85-jähriger war auf der Kirchhorster Straße mit 85 Stundenkilometern gemessen worden, ein 46 Jahre alter Lamborghini-Fahrer war auf der Podbielski-straße mit 98 Stundenkilometern unterwegs.