RINTELN (ste). Die Rintelner Lebensretter von der DLRG sind trotz ihres 63-jährigen Bestehens ein junger und dynamischer Verein. Dies wird auch bei den Mitgliederstatistiken deutlich, denn rund 60 Prozent der 374 Vereinsmitglieder sind Kinder und Jugendliche. Und die sind im und am Wasser überaus leistungsstark. 106 Prüfungsabnahmen konnte der Technische Leiter der DLRG, Michael Henkel, in seinem Jahresbericht bilanzieren. Darunter auch 23 Seepferdchen für den jüngsten Nachwuchs, aber auch 41 Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Eine beachtliche Bilanz, die durch 78 absolvierte Sportabzeichen noch aufgestockt wird. Für diese stolze Leistung bedarf es einer Vielzahl gut ausgebildeter Übungsleiter und Schwimmausbilder, über die die DLRG Rinteln verfügt. Mit Nadine Geller kam im letzten Jahr noch eine ausgebildete Einsatztaucherin und Lehrscheininhaberin dazu, Kerstin van der Marel ist neue Sportassistentin Schwimmen.
Ein so engagiertes Team kann auch neue und innovative Wege gehen, um den Verein und sein Angebot attraktiv für alle Altersgruppen zu halten. So hat die DLRG Rinteln eine Kooperation mit dem Gymnasium unterzeichnet, bei der sie die schwimmerischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler verbessern will. Außerdem ist im letzten Jahr mit dem "Jugend-Einsatz-Training" eine neue Gruppe gebildet worden, die nach Erlangen des Rettungsschwimmscheins in Bronze Rettungstrainingseinheiten in der Weser durchführen. Besonders die Altersgruppe von 14 bis 18, die sonst stetig wegbröckelte, will und kann man damit halten. Ein erfolgreiches Modell, wie Frank Rosendahl als erster Vorsitzender der DLRG berichtete.
Er dankte allen Aktiven für ihren Einsatz und konnte feststellen, dass Rinteln im Bezirk ein anerkannter DLRG-Stützpunkt ist, der unter anderem beim Tag der Niedersachsen in Hameln eine wichtige Aufgabe im DLRG-Zelt übernahm. Erfolgreich, so Rosendahl, war die DLRG nicht nur bei den zahlreichen Schwimm- und Rettungs-Wettkämpfen, sondern auch beim Boulespiel und als Sieger im ersten Rintelner Drachenbootrennen.
Beim NIVEA-Kindergartenprojekt hat sich Rinteln durch den Einsatz von Petra Geller und Kerstin van der Marel auf den 16 Platz von bundesweit 85 Gruppen hochgearbeitet. Die frühkindliche Sensibilisierung für die Gefahren am Wasser sollen Unfällen vorbeugen.
Besonders erfolgreich ist die DLRG auch, wenn es um die Erschließung neuer Einnahmequellen geht: "Wir können trotz steigender Kosten unseren Beitrag stabil auf einem niedrigen Niveau halten", so Rosendahl, der die Aktion "Weihnachtsmarkt" lobte und Petra Geller dankte, die mit ihrer Qualifikation Ersthelfer ausbilden darf. Allein 28 Ersthelfer gibt es in der DLRG und Geller bietet auch Lehrgänge für Führerscheinbewerber an.
Daten und Fakten, die auch Karin Schäfer vom DLRG-Bezirk überzeugten. Sie lobte die gute Arbeit in der Rintelner DLRG und übernahm die Wahlleitung für die Neuwahlen des Vorstandes. Die 30 stimmberechtigten Mitglieder waren sich einig, dass sie weiter von dem bewährten Team Frank Rosendahl und Olaf Geers angeführt werden wollen. Den Vorsitzenden zur Seite stehen Jörg Balsmeyer als Schatzmeister, Petra Geller und Markus Martin als neue Technische Leiter. Michael Henkel hatte nach 18 Jahren "TL" seinen Posten abgegeben, ebenso wie Henning Wessel, der aus beruflichen Gründen die TL nicht weiterführen konnte. Henkel wird allerdings dem Vorstand weiter als Beisitzer mit Rat und Tat unterstützen.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Stefan Brendel und Thilo Korff geehrt.
40 Jahre in der DLRG sind Heinz Becker, Helmut Hesse, Dieter Kläwer, Gerd Kopanski und Wilhelm Ostermeier. Wer Interesse an den Aktivitäten der DLRG Rinteln hat, sollte sich während der Trainingszeiten dienstags von 17 bis 21 Uhr im Hallenbad Rinteln einfinden. Dort gibt es Informationen über die unterschiedlichen Trainingsgruppen, die Schwimmausbildung und alles, was die DLRG sonst noch so macht. Die Sportabzeichenabnahme startet übrigens wieder am 10. Mai auf der Sportanlage an der Burgfeldsweide.
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