1. Gemeinsame Sache von Schule und Kirche

    Benefizkonzert ergibt 1850 Euro für Haiti

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    BAD NENNDORF (ih). Sie haben gemeinsame Sache gemacht und helfen damit in Haiti. Das Gymnasium und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Nenndorf haben mit einem gemeinsam Benefizkonzert 1850 Euro erspielt. Dieses Geld übergaben Direktorin Irmtraud Gratza-Lüthen und Pastorin Sabine Lambrecht jüngst an Michael Türk von der Diakonie Katastrophenhilfe.

    Das Geld geht nach Haiti. Dort ist die Akutversorgung nach dem verheerenden Erdbeben abgeschlossen. Die Hilfsorganisationen benötigen aber weiterhin Spenden, um Aufbauhilfe leisten zu können. Die Diakonie unterstützt unter anderem ein Krankenhaus im Südosten Haitis. Andere Projekte werden mit Geld, Werkzeugen und Materialien unterstützt. Denn das Motto lautet "Hilfe zur Selbsthilfe". Das Ausmaß der Zerstörung allerdings ist so enorm, dass beispielsweise Baumetarial vor Ort nicht zu bekommen ist, erklärt Türk das Vorgehen der Diakonie. "Die Menschen dort sind mehrfach gebeutelt. Das Erdbeben ist nur eine von mehreren Katastrophen, die aber in Haiti zum Alltag gehören.". Ein zerrüttetes Regierungssystem, die Folgen der kolonialen Ausbeutung und nicht zuletzt der Klimawandel schwächen das Land.

    Gratza-Lüthen zeigte sich während der Spendenübergabe sehr stolz auf ihre Schüler. "Das Ergebnis haben die Kinder selbst gemacht," sagt sie. An der Schule stünden die Schüler zusammen und bewegen etwas, so die Direktorin. Dass die Schüler selbst etwas tun können, selbst bei globalen Unglücken, sei der positive Lerneffekt. Es lohne sich, sich für andere einzusetzen. Die Kooperation zwischen Gymnasium und Kirche lief zum ersten Mal. Die Schüler hatten die Möglichkeit, in einer neuen Atmosphäre ein Konzert zu geben und ein anderes Publikum zu erreichen. Die Gemeinde wiederum hat einen tollen Abend in ihrer Kirche gehabt und lebt dadurch das Miteinander mit dem Nächsten. Diese "gemeinsame Sache" in Bad Nenndorf könnte es gerne häufiger geben, sind sich die Rektorin und die Pastorin einig.

    Foto: ih

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