1. Die "laute Post" wird endlich abgelöst

    30 Jahre Sprechfunklehrgang in der Feuerwehrtechnischen Zentrale / 200 Teilnehmer im Jahr bestätigen Qualität

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    LANDKREIS (mr). Zwei gute Gründe hat die Feuerwehrtechnische Zentrale gehabt, um zu einem Pressegespräch einzuladen. Zum einen startete ein weiterer Sprechfunklehrgang im Gründungsmonat der Sprechfunklehrgänge vor 30 Jahren. Zum anderen steht einer der Initiatoren auch nach 30 Jahren Ausbildertätigkeit immer noch mit Inbrunst vor seinen Schützlingen: Uwe Blume erhielt als Anerkennung von seinen Kollegen als Geschenk "Zeit".

    Am 2. März 1980 fand der erste Sprechfunklehrgang in Schaumburg statt, damals im Sitzungssaal 2 im Kreishaus.

    Nach der Waldbrandkatastrophe 1975 in der Heide setzten in Niedersachsen erste Gespräche ein, wie die Kommunikation untereinander weiter ausgebaut und verbessert werden könnte. Bislang waren Melder unterwegs, um im Einsatz die Dialoge ihrer Leiter via "laute Post" weiterzugeben. Die Feuerwehren erhielten mehr Funkgeräte. Dafür war aber auch eine stärkere Ausbildung notwendig, die bis dahin ausschließlich an den zwei Landesfeuerwehrschulen in Celle und Loy durchgeführt wurde. Das reichte nicht mehr aus. 1978 entschied dann das Land Niedersachsen, die technische Ausbildung auf die Landkreise zu übertragen.

    Bezüglich der Sprechfunkausbildung setzten sich fünf Männer zusammen und arbeiteten ein Konzept aus. Einer von ihnen war Blume.

    Fanden in den Anfangsjahren circa vier bis fünf Lehrgänge mit insgesamt rund 100 Teilnehmern statt, sind es inzwischen an die acht Lehrgänge im Jahr mit bis zu knapp 200 Teilnehmern jährlich.

    Der Anstieg liegt an den veränderten Rahmenbedingungen, erklärt Blume. Inzwischen sind alle Führungskräfte und Atemschutzträger verpflichtet, vor den jeweiligen Ausbildungen die Sprechfunkausbildung zu absolvieren.

    Bisher hat sich an dem Konzept der Ausbildung in den 30 Jahren noch nicht viel geändert, außer dass die Lehrmethoden moderner geworden sind.

    Das wird aber bald geschehen. In 2012 oder 2013 ist die Einführung eines Digitalfunks geplant.

    Dann müssten die Lerninhalte der neuen Technik angepasst werden. Doch bis dahin erklären die Ausbilder ihren Schützlingen an drei Wochenenden das Bewährte rund um das Thema Sprechfunk.

    Bei soviel Einsatz im Dienste der Feuerwehr kommt das Geschenk "Zeit" seiner Kollegen genau richtig: Blume freute sich sehr, demnächst ausgiebig in einem Restaurant seines Heimatortes dinieren zu können.

    Foto: mr

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