STADTHAGEN (mr). Die Beatles im Dudelsack. Die Fans kreischen. Es ist ein Freitag im Jahr 2010. Alles hört auf ihr Kommando: Die Rockhouse Brothers haben ihr Publikum wie immer im Griff.
9 Uhr abends im Dudelsack, es liegt etwas in der Luft. Joey, James und Wolff, The Wolfman, fangen an. Spielen ihre Musik. Noch sind sie dabei für ihre Verhältnisse ruhig. Die Besucher stehen an Bistrotischen, gucken kurz hin, klönen weiter.
Einige Lieder weiter. Die Luft ist ziemlich heiß. Die Zuschauer öffnen sich den drei Freunden vor ihnen. Sie hören zu, singen mit, bewegen ihre Körper im Takt der Musik. Joey und James werfen sich Sprüche zu, steigen mit spaßigen Dialogen in den nächsten Song ein. Wolff darf Kaugummi mit dem Mund fangen. Es klappt nicht, es klappt – das Publikum jubelt.
Einen gefühlten Moment später. Es brodelt. Die drei Vollblutmusiker singen, spielen, springen, schwitzen als gäbe es kein morgen. Die Leute kreischen, klatschen, zappeln, feiern als hätten sie nie etwas anderes getan. Es funkt gewaltig. Die Rockhouse Brothers und das Publikum – eine Liaison für eine Nacht.
Marco Kosse, Inhaber des Dudelsack, hat das Paar verkuppelt. Alle Jahre mal wieder tritt die Band im Dudelsack auf und sorgt für extrem gute Laune. Lächelnd schlängelte er sich durch seine bis in die letzte Ecke gefüllte Kneipe. Seine Gäste sind fröhlich, die Atmosphäre ist entspannt. Kein Wunder, schließlich machen die drei Musiker richtig guten Rockabilly. Und ziehen mit ihrer Musik und Show die Zuschauer in ihren Bann. Es ist irgendwas nach Mitternacht. The Wolfman nutzte sein Schlagzeug zwischenzeitlich schon als Kletterbaum. James erklomm ebenfalls seinen Bass und balancierte um die eigene Achse. Spielend. Die Drei dürfen nicht aufhören. Zugaberufe ertönen. Es ist ein Freitag im Jahr 2010. Die Fans jubeln: Die Rockhouse Brothers im Dudelsack. Foto: mr