STADTHAGEN (ih). Ab Montag gibt es in Stadthagen neue "Fluchtpunkte". Zum niedersachsenweiten "Tag der Zivilcourage" haben sich das Stadtmarketing Stadthagen (SMS), die Polizei und die Stadt selbst zusammengetan. Alle Mitglieder des SMS werden zu "Fluchtpunkten".
Jeder, der in Not gerät, kann in den Geschäften in der Innenstadt auf Hilfe zählen.
Zeig Dein Gesicht: Edwin Schmidt (v.li.), Carsten Bürgel, Bernd Hellmann, Detlef Hoffmann und Axel Bergmann starten die "Fluchtpunkte" in Stadthagen am "Tag der Zivilcourage".
Egal ob ein Schulkind den Hausschlüssel verloren hat, ein Senior einen Moment ausruhen muss oder sich jemand bedrängt fühlt - in den "Fluchtpunkten" finden Menschen in Not Hilfe.
Die Mitarbeiter in den Geschäften des SMS wissen, was zu tun ist. Sie werden von der Polizei Stadthagen geschult, wie sie reagieren können. Ein kleiner Ablaufplan liegt damit in der Schublade.
Zu erkennen sind die "Fluchtpunkte" ab Montag, dem 15. März an einem Aufkleber im Fenster. Die Aufschrift "Zivilcourgage hat viele Gesichter - Zeig Deins" haben die Stadthäger Initiatoren des Projektes von der landesweiten Kampagne übernommen. Ein roter Button mit der Aufschrift "Fluchtpunkte - Wir helfen" ist das Stadthäger Projekt dazu. Detlef Hoffmann, Dienstellenleiter der Polizei Stadthagen, ist froh über die Kooperation zu Dritt. Zwar seien die Stadtwache und die Verwaltung immer für die Bürger erreichbar. Doch mit der Kaufmannschaft als Ansprechpartner für Menschen in Not sind die Wege im Ernstfall einfach kürzer. Das Konzept sei simpel aber effizient, so Hoffmann.
Carsten Bürgel vom SMS sagte, dass es in Stadthagen eine ähnliche Aktion bereits gegeben habe. Noch immer seien in einigen Geschäften die Aufkleber mit "Wir helfen" zu sehen. Daran anknüpfend übernimmt das Stadtmarketing nun die Flyer- und Aufkleberkosten und schafft damit ein dichtes Netzwerk für den Alltag.
Denn schwere Straftaten gibt es in Stadthagen kaum, so Bürgermeister Bernd Hellmann. Die Fluchtpunkt-Kampagne sei ein weitere Knotenpunkt in einer bereits bestehenden Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei. Er bedankte sich bei den Händlern, die daran teil nehmen. Die "Fluchtpunkte" seien wichtig für das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger.
Alle Händler, die nicht im SMS organisiert sind, aber das Netzwerk als "Fluchtpunkt" verdichten wollen, können sich die entsprechenden Unterlagen gegen eine geringe Schutzgebühr im I-Punkt abholen. Foto: ih