1. CDU Frauen-Union setzt auf Prävention - Seniorenbeirat bemängelt Resonanz

    PHK Axel Bergmann als Gastreferent warnt vor kopflosem Handeln

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    BAD NENNDORF (Ka). In Kooperation mit dem Senioren-Beirat unter dem Vorsitz von Friedrich Kräft lud die CDU Frauen-Union mit Elisabeth Wegner an der Spitze zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein. Im Mittelpunkt stand die Präventionsarbeit mit vielen Tipps für Senioren. Unter der Überschrift: "Vorsicht Falle" ging als Gastreferent der Präventionsfachmann und Polizeihauptkommissar (PHK) Axel Bergmann aus Stadthagen ein und weiß aus langjähriger Erfahrung: "Vor einigen Betrugsmaschen können wir gar nicht oft genug warnen!". Trotz bester polizeilicher Aufklärungsarbeit fallen immer noch tausende Senioren auf Betrüger und Gauner herein. Die Gutgläubigkeit aber auch die Hilflosigkeit der Senioren werden dabei ausgenutzt. Dieses interessante Thema hätte durchaus noch viele weitere Bürger ansprechen dürfen, so Kräft, der die geringe Veranstaltungsresonanz monierte. Es ist ein aktuelles Thema, denn regelmäßig muss sich die Polizei mit verschiedenen Betrügereien auseinandersetzen. Einen Tag zuvor, beschäftigte ein Handtaschenraub mit der Beute von 1.000 Euro Bargeld die Stadthäger Polizei, so Bergmann. Aber auch vom Enkeltrick bis zu Haustürgeschäften schrecken die Täter vor nichts zurück, wenn es im Straftatbereich um Geld geht. Bergmann warnte dringend davor, Bargeld an Fremde auszuzahlen und Daten wie auch Informationen über die familiären und finanziellen Situationen preiszugeben. Beim Enkeltrick handelt es sich um eine Telefonaktion, wo sich der Täter als Enkel ausgibt und dringend um Geld bittet. Er schickt einen Freund vorbei, um das Geld abholen zu lassen, wobei es sich meist um höhere Summen handelt. Kaum zu glauben, aber auf diese Masche lassen sich immer wieder ältere Bürger ein, die ihrem "vermeindlichen" Enkel aus der finanziellen Not helfen möchten. Kein Bargeld an fremde Menschen auszahlen, lautet daher das Rezept gegen diese Machenschaften. Ein Rückruf und ein Nachhaken beim Enkel verschaffen in diesem Fall Klarheit, so der Präventions-Experte. Vorsicht ist auch geboten, wenn Unbekannte Zugang zur Wohnung fordern oder wenn sie das Opfer mit Aufträgen beschäftigen, denn die Hilfsbereitschaft der Menschen wird schnell zur Falle. Fragen der Täter könnten im Zusammenhang mit dem Holen eines Zettels nebst Stift oder einem Glas Wasser stehen. Sobald sich das hilfsbereite Opfer abwendet, wird der Täter aktiv. Helfen ist gut und oft auch richtig, jedoch sollte der Bittsteller so lange vor der geschlossenen Tür bleiben. Jeder der Hilfe benötigt wird dafür Verständnis haben und vor der Tür warten. Auch Haustürgeschäfte haben ihre Tücken. Ein Zeitungs-Abo an der Tür, meist mit Vertragsabschluss im Wohnzimmer, kann ein sehr teurer und trauriger Vertrag werden.

    Foto: ka

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