1. Dezentral oder in einer festen Gemeinde

    Reduzierung der Superintendenten von vier auf zwei / Sitz derzeit noch fraglich

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    LANDKREIS (ih). Noch hat die Landeskirche Schaumburg-Lippe keine Geldsorgen. Damit eine der kleinsten Landeskirchen auch künftig handlungsfähig und damit unabhängig bleiben kann, muss sich die derzeitige Struktur verändern. Vor allem die Personalkosten erdrücken das derzeit komfortable Polster mittelfristig.

    Harald Weidenmüller sieht derzeit noch keine Mehrheit für den Sitz der Superintendenten.

    Die vier Superintendenturstellen stehen auf dem Prüfstand. Zwei Stellen der mittleren Leitungsebene würden künftig ausreichen. Auf der informellen Arbeitstagung am vergangenen Wochenende hat sich die Synode mehrheitlich dafür ausgesprochen, langfristig nur zwei Superintendenten zu haben. Harald Weidenmüller, Vorsitzender des Verfassungsausschusses sagte im Pressegespräch am vergangenen Mittwoch, dass dieser Vorschlag überwiegend positiv von den Synodalen bewertet wurde.

    Eine kontroverse und intensive Diskussion sei allerdings über den Sitz der Stellen geführt worden. Derzeit sind neben den Stadtkirchengemeinden zwei Superintendenten dezentral in der Landeskirche vertreten. Der Ausschuss sieht einen Vorteil mit der festen Verankerung der Stellen in Stadthagen und Bückeburg bei den zusätzlichen Verwaltungsaufgaben.

    Dort sei die Struktur bereits vorhanden und die Mehrarbeit könne ohne große Schwierigkeiten bewältigt werden. Die Befürworter einer regionalen Lösung sehen den Aufgabenschwerpunkt der Superintendenten in der Betreuung der Pfarrerschaft. Diese könnte auch von anderen Gemeinde in der Landeskirche aus übernommen werden.

    "Eine Mehrheit für die eine wie die andere Lösung zeichnet sich derzeit noch nicht ab," resümierte Weidenmüller. Der Begriff "Oberprediger" wird wohl in jedem Fall abgeschafft. So heißen die Superintendenten in den Stadtgemeinden derzeit noch. Es müsse Verfassungsklarheit geschaffen werden, so Klaus-Dieter Kiefer. Der Begriff Superintendent sei allgemein gültig. "Für mich als Hannoveraner ist der "Oberprediger" ein herrlich antiker Begriff", sagte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke mit einem Augenzwinkern.

    Foto: ih

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