BAD NENNDORF (pd). In einer Pressemitteilung kritisiert die Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) die Äußerungen des Naturschutzbund (Nabu) -Vorsitzenden Torben Preuß in Bezug auf die auf den Weg gebrachte Kurpark-Sanierung (wir berichteten). Die WGN nehme als Streiter für den Erhalt und die Rekonstruktion des gartenhistorischen Denkmals die Bemerkungen des Vorsitzenden mit Unverständnis und Verwunderung zur Kenntnis. Nach Auffassung der WGN würden alle vom neu gegründeten Nabu-Vorsitzenden gemachten Behauptungen ins Leere laufen und stellen sich bei genauerer Betrachtung eher als Panikmache dar.
Weiter heißt es, der Nabu führt an, dass bei der anstehenden Sanierung des Kurparks 3.500 Quadratmeter Strauchwerk und 35 Bäume unterschiedlichen Durchmessers gefällt werden sollen und stellt dies als "verwerfliche Freveltat" dar. Preuß unterlasse es aber darauf hinzuweisen, dass im Bereich Esplanade durch die Neugestaltung 44 Linden, 19 Platanen und später weitere 19 Linden gepflanzt werden. Somit würde sich bei einem Verlust von 35 Bäumen eine Neuanpflanzung von 79 Bäumen, also 44 Bäume mehr als zur Zeit. "Dies sollte für jeden Naturschützer ein Grund zur Freude sein, zumal es sich hier nicht um eine Naturlandschaft, sondern um eine denkmalgeschützte Parkanlage handelt", führt der WGN-Vorsitzende Frank Steen fort.
Die Rekonstruktion der Esplanade unter der Berücksichtigung der historischen Strukturen sollen den Platz neben der Wandelhalle für Veranstaltungen besser nutzbar machen. Dafür müssen die Anfang der 70er Jahre angelegten Hügelbeete entfernt werden.
Dass die Umgestaltung dann einen geringeren Pflegeaufwand als bisher zur Folge haben wird, sollte bei überwiegender Finanzierung durch Steuermittel positiv gesehen werden, ist die WGN überzeugt.
Weiterhin macht die WGN deutlich, dass die für die Kurparksanierung aufzuwendenden Mittel zu mehr als die Hälfte aus Zuschüssen der Städtebausanierung und der Fremdenverkehrsförderung kommen, die bestimmt nicht - wie vom Nabu gefordert - in Kindergärten, Schulen und den Umweltschutz geleitet werden können. Die Mittel, die die Stadt aus eigener tasche finanzieren müsse, entspreche in etwa den Aufwendungen, die sie für die Sanierung des jetzigen zunehmend maroden Zustandes leisten müsse. "Im Endeffekt bekommt Bad Nenndorf für das gleiche Geld wieder einen historisch authentischen Kurpark.
Die WGN ist sicher, dass sich dies in Zukunft für Bad Nenndorf positiv auswirken wird", erklärt Steen zum Abschluss der Presseerklärung.