RINTELN (km). Zu einem informativen Vortrag konnte Vorsitzender Dieter Edler jetzt über 30 Mitglieder und Freunde der Senioren-Union begrüßen. Im Hotel "Stadt Kassel" referierte der Rintelner Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Peter Kalbe, über Ursache, Diagnostik, Prävention und Therapie von Osteoporose. Dr. Peter Kalbe stellte im Rahmen seines auch für den Laien verständlichen Vortrags die möglichen Ursachen einer beginnenden Osteoporose sowie empfehlenswerte Arten spezieller Diagnostik heraus und vermittelte einen Überblick über derzeit angewandte Arten der vorbeugenden, begleitenden und behandelnden Therapie-Möglichkeiten. So erfuhren die aufmerksamen Zuhörer zunächst viel allgemein Wissenswertes über den Aufbau und das Verhalten von Knochen - die auch nach dem Wachstumsstillstand einem ständigen Umbau unterliegen. Ab dem 30. Lebensjahr, verdeutlichte der Mediziner, überwiege der Abbau, so dass bei allen Menschen mit zunehmenden Alter eine Abnahme der Knochenmasse zu verzeichnen sei. Mit Hilfe von technischen Geräten, die die Knochendichte messen, könne heute analysiert werden, ob bei einem Patienten eine Osteoporose vorliege oder nicht. Bezugswert sei die Knochendichte gesunder Menschen im Alter von 30 Jahren. In diesem Lebensalter finde sich die maximale Knochendichte, auch "Peak bone mass" genannt. - Liegt der "T-Score" um 1,0 bis 2,5 Standardabweichungen (SD) unterhalb des Mittelwertes, kann man von einer Vorstufe der Osteoporose, auch Osteopenie genannt, ausgehen. Bei einem T-Score unterhalb von mehr als 2,5 SDs des Mittelwertes handelt es sich dann definitionsgemäß um eine Osteoporose, durch die die Gefahr von Knochenbrüchen und vermehrten Frakturen der Wirbelkörper und des Schenkelhalses wächst. Bei den Möglichkeiten der Prophylaxe hob Dr. Peter Kalbe vor allem diverse ernährungstechnische Möglichkeiten hervor. Zur Verhütung der Osteoporose sei vor allem die Zufuhr von calciumhaltigen Lebensmitteln und Getränken angeraten, wärend von "calciumzehrenden" Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel der phosphatreichen Cola-Cola, abzuraten sei. Bewegung und gezielte Belastung der Knochen sowie wohl abgestimmte, regelmäßige Gymnastik und leichter Sport seien weitere Maßnahmen, mit denen sich die Stabilität der Knochen erhalten ließen. Und schließlich wies Dr. Peter Kalbe noch besonders auf den Einfluss des Sonnenlichtes hin: Einen Großteil des Bedarfs an dem fettlöslichen "Knochen"-Vitamins D decke der Körper durch die Sonnenbestrahlung der Haut. -
Am heutigen Mittwoch, dem 24. März, steht bereits ein weiterer medizinischer Vortrag auf dem Programm: Physiotherapeuth Ralph M. Böhne referiert über den schmerzhaften Bezug zwischen Lendenwirbelsäule und Hüftgelenk und über Möglichkeiten krankengymnastischer Therapie. Die Veranstaltung im Hotel "Stadt Kassel" beginnt um 15 Uhr. Foto: km