BAD NENNDORF/RODENBERG (em). Gleich eine ganze Serie von Einbrüchen und Diebstählen hat die Polizei Bad Nenndorf am vergangenen Wochenende registriert.
Am Freitag, dem 19. Februar haben unbekannte Täter zwischen 8.10 und 20.15 Uhr im Gerhard - Hauptmann- Weg ein Terrassenfenster aufgehebelt. Sie durchsuchten sämtliche Räumlichkeiten des Wohnhauses und entwendeten diversen Goldschmuck und eine Speicherkarte. Die Schadenshöhe beträgt circa 2.500 Euro
Zwischen 16.30 und 22.05 Uhr hebelten unbekannte Täter in der Rudolf- Albrecht- Str. 49 eine Balkontür auf, drangen in die Wohnräume ein und entwendeten Bargeld und Schmuck. Die Schadenshöhe beträgt hier 2.500 Euro
Aufgrund der Spurenlage geht die Kripo davon aus, dass hier ein Einzeltäter "am Werk war", der beide Taten begangen hat. Die Spuren zum Tatort zum ersten Fall kommen von dem angrenzenden Spielplatz und führen dorthin wieder zurück – dann wurde der Tatort zwei aufgesucht.
Am Sonnabend, dem 20. Februar schlugen bislang unbekannte Täter zwischen 16.15 Uhr und 21.15 Uhr in der Lindenallee
zu. Sie betraten zunächst nach gewaltsamem Aufdrücken einer Gartentür das Grundstück der Geschädigten.
Anschließend verschafften sie sich durch Aufhebeln eines Fenster Zugang zur Wohnung und entwendeten Bargeld, Schmuck und EC- Karten.
Die Schadenshöhe liegt bei rund 10.000 Euro. Mit einer der entwendeten EC-Karten wurde kurz nach der Tat ein größerer Geldbetrag an einem Geldausgabeautomaten im Landkreis Schaumburg abgehoben.
Zwischen Fr, 19. Februar um 19 Uhr und Montag, 22. Februar um 6.30 Uhr traf es eine Gerüstbaufirma in der Nenndorfer Rotrehre.
Unbekannte Täter drückten ein Bürofenster mit dem Fuß ein, hebelten drei Stahlschränke auf und entwendeten zwei Geldkassetten und zwei Notebooks.
Die Schadenshöhe liegt bei 6.000 Euro. Mit einer der entwendeten EC-Karten wurde kurz nach der Tat ein größerer Geldbetrag an einem Geldausgabeautomaten im Landkreis Lippe abgehoben. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei einmal mehr darum, EC-Karte und PIN getrennt aufzubewahren.
Bei sachdienlichen Hinweisen wird gebeten, das Polizeikommissariat Bad Nenndorf, 05723/9461-0, zu informieren.
Auch in der Nachbarschaft haben sich Einbrecher ans Werk gemacht.
Am vergangenen Dienstag, dem 23. Februar bemerkte eine aufmerksame Nachbarin gegen 14 Uhr im Johann-Sebastian-Bach- Weg zwei verdächtig wirkende junge Männer. Sie ruft die Polizeidienststelle in Bad Nenndorf an und teilt einem Beamten ihre Feststellungen mit.
Während umgehend alle verfügbaren Kräfte aus Bad Nenndorf dorthin fahren, kann die Anruferin dem Beamten ihre weiteren Beobachtung "live" schildern. Zeitweise waren die Männer dann aus dem Sichtbereich verschwunden, sie waren auf dem rückwärtigen Bereich des gegenüberliegenden Grundstücks.
Durch die guten Beobachtungen der Anruferin können die Beamten noch im Johann-Sebastian-Bach-Weg einen der Männer stellen und vorläufig festnehmen.
Der zweite Täter jedoch kann flüchten, er wirft seinen Rucksack mit typischem Einbruchswerkzeug weg.
Die Beamten stellten einen versuchten Einbruch am Wohnhaus fest. Eine Scheibe war bereits eingeschlagen. Vermutlich durch die zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen am Fenster misslang der Versuch, in das Haus einzusteigen.
Bei dem vorläufig festgenommenen Täter handelt es sich um einen 17-jährigen Rodenberger, der bereits polizei bekannt ist. Er verweigert bei der Kriminalpolizei die Aussage zu dem Tatvorwurf.
Wegen nicht ausreichender Haftgründe wurde er noch am Nachmittag in die Obhut seiner Mutter entlassen. Die Ermittlungen nach dem Mittäter laufen.
Ob diese beiden Täter mit der Serie von Wohnungseinbrüchen im hiesigen Bereich in Zusammenhang stehen kann nach derzeitigem Ermittlungsstand noch nicht gesagt werden, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Unter anderem sei die Polizei auf die Auswertung von Sachspuren angewiesen.
Die Polizei Bad Nenndorf bedankt sich auf diesem Weg bei der aufmerksamen "Nachbarin". Nur durch ihren zeitnahen Anruf war dieser Fahndungserfolg möglich geworden.
Es wird darum gebeten, verdächtige Feststellungen umgehend der Polizei über die Amtsnummer oder über den Polizeinotruf 110 zu melden.