LAUENAU (al). Nur Stunden vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika will der Männergesangverein "Eintracht" Lauenau einen eigenen akustischen Akzent setzen. Dass er sich gerade den 11. Juni für ein Konzert aussucht, hat durchaus einen Grund: "Fußballer müssen Tore treffen, wir unsere Töne", erklärte Dirigentin Christina Ziegler.
So könnte die Werbung in eigener Sache, die in den Ausstellungsräumen des Gewerbeparks stattfinden soll, durchaus wieder zu einem spektakulären Ereignis werden. "Wir tragen doch dazu bei, dass Chorgesang in unserer Region lebt", betonte Vorsitzender Hans-Dieter Reisse. Dabei ehrte er Fritz Weber, der schon seit 50 Jahren dem Ersten Bass angehört.
Ein Zufall brachte das Jubiläum zutage: Beim Aufräumen eines Schranks war Reisse eine Kladde mit Anwesenheitslisten in die Hände gefallen. Dort ist unter dem 29. September 1959 Weber zum ersten Mal verzeichnet. Reisse las auch die anderen Namen vor:
Die meisten sind bereits verstorben. "Schon damals hatten die Alten gesagt, den Chor gibt es nicht mehr lange", erinnerte er sich: "Wir haben aber durchgehalten." Dazu soll die bewährte jährliche Mischung aus geselligen Stunden und gesanglichen Auftritten auch weiterhin beitragen. 19 Auftritte, 40 Übungsabende und fünf Sonderproben waren es in den vergangenen zwölf Monaten. Die hohe terminliche Belastung hat der Beteiligung nicht geschadet: 84 Prozent wurden im Gesamtdurchschnitt erzielt. Überhaupt nicht gefehlt hat Hans-Werner Friedrich.
Singen wollen die Lauenauer Männer bei noch mindestens zwei weiteren Anlässen: am 22. August, wenn "Fürst Ernst" anlässlich des 900-jährigen Bestehens von Schaumburg dem Flecken einen Besuch abstatten will, sowie am 18. und 19. September, wenn der MGV Messenkamp seinen 125. Gründungstag feiert. Mit dem Nachbarchor verbindet die "Eintracht" eine bereits seit über 35 Jahren bestehende Partnerschaft.