1. Strippen unter die Erde, Autos hinter die Poller

    Architekt stellt Pläne zur Umgestaltung des Marktplatzes vor / Pflasterung bereits jetzt "grenzwertig"

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    OBERNKIRCHEN (ih). Schöner, funktioneller und sicherer soll er werden. Geht es nach den Grünen in Obernkirchen, wird der Marktplatz im Herzen der Stadt umgestaltet. Während der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt stellte Architekt Wolfgang Hein (AAD) seine Pläne vor.

    In insgesamt drei Bauabschnitten sollen Parkplätze, Taxistand, Pehlichweg und Wochenmarkt miteinander in Symbiose gebracht werden. Vor allem die Autofahrer stören die Politiker, die sich eben nicht an die vorhandene Straßenführung und Parkbuchten halten.

    Dabei bilden eine "Unterflurstromverlegung", das Installieren von 18 herausnehmbaren Pollern sowie die Pflasterarbeiten die finanziell stärksten Posten der 223000 Euro teuren Maßnahme.

    Im ersten Bauabschnitt stehen die Erweiterung des "Pehlichweges", der Abbau der Steinpoller rund um den Brunnen sowie die unterirdische Stromversorgung für die Marktbeschicker an. Der "Pehlichweg" ermöglicht es Rollstuhlfahrern, Gehbehinderten oder Menschen mit Kinderwagen durch eine besondere Pflasterung barrierefrei durch die Stadt zu kommen. Derzeit endet er an der Friedrich-Ebert-Straße und ist an Markttagen zusätzlich mit Stolperfallen bestückt: Den Stromkabeln der Marktbeschicker. Mit Unterflurkästen könnte das Problem behoben werden. Dabei verlaufen alle Strippen und Kabel unter der Erde, die Anschlüsse für die Händler sind in versenkbaren Kästen installiert. Mit 18 neuen Pollern soll ein Bereich abgetrennt werden, der Autos sicher draußen lässt. So könne die Aufenthaltsqualität verbessert werden.

    Der zweite Bauabschnitt beträfe den westlichen und südlichen Teil des Platzes. Pflasterarbeiten vor dem Rathaus sowie eine optische Umfassung des Marktplatzes gehören zu den Maßnahmen. Den dritten Bauabschnitt bildet die Pflasterung des Marktplatzes. Diese sei derzeit bereits "grenzwertig", so Hein. Eine bittere Pille für die Ausschussmitglieder: Die Fugen seien bereits sehr tief, die Steine oberflächlich kaputt. "In zwei bis drei Jahren wird das zwingend erforderlich sein," so Hein. Die Pläne haben die Fraktionen nun intern zu beraten. Foto: privat

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