1. Nur das Nötigste für rosa Rathaus

    Abgespeckte Planungen für Umbau vorgestellt / Barrierefreiheit nur im Erdgeschoss

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    OBERNKIRCHEN (ih). Mehr ist nicht drin für das rosa Rathaus. Architektin Tatjana Hallmann hatte in der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt die verschlankte Planung für den Umbau vorgestellt.

    Sauber sind die Fenster im Ratssaal, aber sind sie auch dicht? Noch spiegeln sich die Bauhaus-Lampen darin. Doch der Saal soll im Zuge der Umbaumaßnahmen "aufgehübscht" werden.

    Ursprünglich sollte es insgesamt moderner, barrierefrei, energetisch optimiert und bürgernah umgebaut werden. Und das seit vielen Jahren. Die Verantwortlichen konnten sich einen Fahrstuhl gut vorstellen, verlegten den Ratssaal der Bürgernähe wegen gedanklich ins Erdgeschoss. Doch die Haushaltslage hat immer wieder einen dicken Strich durch die schöne neue Rathauswelt gemacht.

    Mit insgesamt 600000 Euro sollen Brandschutzmaßnahmen, Barrierefreiheit, Energieeinsparung und Umweltschutzmaßnahmen realisiert werden. Dabei müssen die Planer die Bausubstanz erhalten. Sie steht unter Denkmalschutz. Die einzigen Veränderungen im Grundriss sind die Fluchttreppe auf der Rückseite des Rathauses und die Abschottung des vorhandenen Treppenhauses. Zu diesen Brandschutzmaßnahmen werden eine Brandmeldeanlage sowie Schutzklappen im Ratssaal installiert.

    Unter dem Stichwort Barrierefreiheit nimmt die abgespeckte Planung nur noch das Erdgeschoss in den Blick. Stufenlos sollen auch Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer das Bürgerbüro erreichen können. Ein Behinderten-WC wird eingebaut. Um langfristig Energie sparen zu können, sollen eine Außenwand und der Kellerfußboden abgedichtet und die Fenster im Ratssaal ausgetauscht werden.

    Dieser soll zudem "aufgehübscht" werden. Die Elektrik wird erneuert, Fußboden und Wände renoviert. Ob das altbackene und unpraktische Mobiliar, die monströsen Bauhaus-Lampen oder die alten Vorhänge ausgetauscht werden, ist unklar. Denn für "Wellness" ist kein Geld da.

    Eine kleine Diskussion entbrannte nach dem Vortrag der Architektin. Hallmann hatte skizziert, dass die zweiflügelige Tür des Ratssaales wegen der Feuerschutzabschottung im Treppenhaus verkleinert werden müsste. Daraufhin sagte Wilhelm Mevert (SPD): "Für so einen großen Raum ist so eine Tür aber notwendig." Er schlug vor, die eine rundgeschwungene Abschottung in das Treppenhaus zu integrieren. Die sei zwar etwas teurer. "Aber immer noch billiger, das rund zu bauen, als an der Tür anzufangen."

    Beate Krantz (CDU) hakte in der Fensterfrage nach. "Das sind viele und große Fenster, muss das wirklich sein?" Daraufhin war Mevert ein, dass entweder alle oder keines erneuert werden müssten. "Der Bürger wird genau gucken, was machen die mit dem Ratssaal," so Mevert. Foto: ih

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an