1. Die Entscheidung für die "große Lösung" ist gefallen

    Verwaltungsausschuss für Kurpark-Sanierung / Drei Millionen Euro Kosten

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    BAD NENNDORF (pd). Die Stadt Bad Nenndorf hat die Weichen gestellt: In einer gut drei Stunden dauernden Sitzung hat sich der Verwaltungsausschuss für die umfangreiche Sanierung des Kurparks entschlossen. Und damit die Entscheidung getroffen, vor allem die Bereiche um die "Esplanade" und das Schlösschen mit starker Anlehnung an das historische Vorbild neu zu gestalten. Damit ist der von der Gruppe Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN)/Ratsherr Biener favorisierte überarbeitete Entwurf des Bremer Planungsbüros Deeken auf den Weg gebracht worden. "Ein guter Tag für Bad Nenndorf" lautete denn auch der Kommentar von Gruppensprecher Frank Steen nach der langen entscheidenden Sitzung am Mittwoch Abend.

    Spätestens am Montag soll ein entsprechender Förderantrag bei der zuständigen NBank eingereicht werden, um die Finanzierung der mit mehr als drei Millionen Euro teuren Baumaßnahme zu sichern, heißt es aus dem Rathaus der Kurstadt. Nach einer knapp dreistündigen Sitzung hinter verschlossenen Türen habe der Verwaltungsausschuss grünes Licht gegeben, teilte Stadtdirektor Bernd Reese in einer Pressemitteilung mit.

    Voran gegangen war eine intensive Beratung über den Entwurf des Büros Deeken aus Bremen.

    Nicht nur die Kurpromenade soll in den nächsten Monaten und Jahren ein neues Gesicht erhalten, sondern auch die Freifläche "Esplanade". Ebenfalls sollen die Wege im Bereich "Sonnengarten" erneuert und zwischen der Kurpromenade und dem Schlösschen teilweise aufgehoben und an anderer Stelle neu angelegt werden.

    "Wir werden die Öffentlichkeit über alle Pläne umfassend unterrichten. Dies wird spätestens im März im Rahmen einer öffentlichen Ausschusssitzung der Fall sein", so Reese weiter in der Pressemitteilung. Er geht davon aus, dass im Juni bereits der Förderbescheid vorliegen werde. Dann soll die Ausführungsplanung anlaufen, um einen Baubeginn 2011 zu sichern.

    Die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden werde dazu in der Zwischenzeit weiter geführt. Mit den Abschluss der Sanierungsarbeiten rechnet der Verwaltungschef im Jahr 2014.

    Nach Berechnung von Steen habe die Stadt von den Gesamtkosten für die Umbaumaßnahmen rund 1,4 Millionen Euro zu tragen.

    Nach seiner Einschätzung habe auch die gute Präsentation von Planerin Anke Deeken und die Unterstützung durch Kreisbaudezernent Fritz Klebe mit dazu geführt, dass sich am Ende eine Mehrheit für das Konzept ausgesprochen habe.

    Und wohl auch die Tatsache, dass bei einem "Nein" oder einem weiteren Zögern der politischen Entscheidungsträger unter Umständen die in Aussicht stehenden Fördergelder an Bad Nenndorf vorbei gehen würden. Während die Gruppe SPD/Linke ihre Vorbehalte gegen den Plan und die damit verbundenen Kosten aufgegeben hat und ihr Vertreter im Verwaltungsausschuss für die Sanierung gestimmt hat, blieb die CDU-Fraktion bei ihrer Absage. Die Stadt könne sich dieses Projekt in dieser Größenordnung nicht leisten.

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