1. Maßnahmen gegen "Rinnsale im Keller"

    Pohler Rat entscheidet sich für Sanierung im Dorfgemeinschaftshaus

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    POHLE (al). Nur mit den Stimmen der CDU-Fraktion hat sich der Rat der Gemeinde Pohle für die baldige Sanierung des Kellers im Dorfgemeinschaftshaus ausgesprochen. Die Sozialdemokraten verlangten vergeblich eine Verschiebung: "Unser Haushalt ist dramatisch", befand Ralf Wilkening (SPD).

    "Wir haben das Dach und den Glockenturm saniert, geblieben ist das Problem im Keller", eröffnete Bürgermeisterin Gerlinde Mensching (CDU) die Debatte. Es war nicht das erste Mal, dass der Rat über das marode Tiefgeschoss sprach.

    Im Sommer hatte er eine Vorlage der Verwaltung verworfen, weil sie ihm mit geschätzten Kosten über 40.000 Euro nicht detailliert genug erschien. Bei einer zweiten Debatte überwog die Sorge der Finanzierung: Vor einer Entscheidung sollte der neue Haushaltsplan für 2010 abgewartet werden. Jetzt lag dessen Entwurf vor – und der feuchte Keller stand erneut auf der Tagesordnung. "Rinnsale" würden dort fließen, habe der Hausmeister ihr berichtet, betonte Mensching.

    "Wir waren zwar auch für die große Dachsanierung; aber jetzt müssen wir den Blick auf unsere Haushaltslage halten", erklärte Rainer Helbig für die SPD: Auch wenn der Sanierungsaufwand dadurch weiter steige, sollte erst in zwei Jahren die Maßnahme begonnen werden. Ein Standsicherheitsproblem sehe er nicht.

    Ebrhard Hasler (CDU), der im letzten Sommer die Verwaltungsvorlage noch heftig kritisiert hatte, stimmte der neuen Vorlage zu: "Die Kosten erscheinen plausibel."

    Die Aufstellung weist in neun Positionen einen Bedarf von 33.300 Euro aus und setzt für "Sonstiges" noch 5.000 Euro an. Im ersten Entwurf waren mehrere Positionen mit insgesamt 40.000 Euro genannt worden. "Was nutzt es, wenn das Dach auf dem Kellerboden liegt", fragte er, "es wird nicht besser".

    Wilkening sah dagegen die Feuchtigkeitsprobleme schon als länger gegeben an und verlangte eine weitere Verschiebung. Dabei blickte er nicht nur auf die Haushaltslage: "Unsere Brücken sind sanierungsbedürftig. Dann fehlt uns dort das Geld." Jörg Hupe (CDU) beschrieb den Zustand im Bereich des Sanitärtrakts: "Der Anbau leidet sehr."

    Das bestätigte auch Mensching, die auf die dortigen "Salpeterprobleme" verwies. Dass bei der Abstimmung nur die CDU-Fraktion sich für die Kellersanierung aussprach, bedauerte sie: "Ich hätte mir in dieser Frage eine Einstimmigkeit gewünscht."

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