RINTELN (ste). Es ist bitterkalt und im Feuerkorb auf dem Marktplatz lodert die langen Holzscheite. Im Verkaufswagen eines Specksteinofenherstellers ist es kuschelig warm und auch an den Imbissständen dampft es mächtig und riecht nach kalorienreicher Winterkost.
Es ist "Brennholz- und Bauernmarkt" in Rinteln. Die Stadt mit ihrem Marktmeister Daniel Jakschick nutzt die veranstaltungsarme Zeit im Januar, um über die Möglichkeiten von Holzheizungen, Kaminöfen, Brennholzgewinnung und mehr zu informieren. Das Interesse der Besucher ist groß. "Liefern sie auch nach Minden oder ins Kalletal", hört man potentielle Holzkunden fragen, als ein Brennholzanbieter seinen "Messepreis" aushängt. Die Firma "Frank Bücher Landmaschinen" zeigt, wie man Brennholz professionell sägt und spaltet und dann ist da noch Kai Gerulat, der mit seinen vielfältigen Sägen kunstvolle Figuren fertigt.
Es ist nicht rappelvoll, aber wer kommt ist auch interessiert am Rintelner "Brennholz- und Bauernmarkt".
Meterweise liegt das Holz in Stämmen auf den mächtigen Forstanhängern und so mancher Besucher weiß, was "Holz machen" heißt. "Holz macht gleich mehrfach warm: Beim Sägen, beim Hacken, beim Stapeln, beim Verbrennen und beim Ofensäubern!" Und da "Holz machen" auch jede Menge Arbeit ist, hat der Boom von vor zwei Jahren bereits wieder einen Knick bekommen.
Denn wer selbst mit Säge, Spaltkeil und Anhänger in den Wald will, braucht neben einem Kettensägen-Führerschein auch ein ordentliche Equipement, Kraft und Ausdauer.
Und so lassen sich viele Ofenbetreiber ihr Holz lieber fertig gehackt und zum Teil sogar getrocknet nach Hause bringen.
Auch dazu gab es reichlich Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen.
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