1. Zwei-Feld-Halle kommt

    Stadtdirektor Heilmann sieht beste Chancen für Neubau

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    RODENBERG (pd). Wichtige Neuigkeiten hatte Stadtdirektor Uwe Heilmann im Verlauf der Jahreshauptversammlung der Sportgemeinschaft Rodenberg (SGR) zu verkünden. Vor dem Hintergrund, dass die Vereine in der Samtgemeinde immer noch einen Mangel an Hallenzeiten beklagen würden, sei der Bau einer neuen Turnhalle in Algesdorf durchaus notwendig. "Ich sage das hier ausdrücklich, wenn einige meinen, es gäbe diesen Mangel gar nicht", leitete der Verwaltungschef seine Rede ein. Durch die neue Halle im Ortsteil würde sich die Situation für die SG Rodenberg entzerren, denn die Sportler des TSV Algesdorf würden ganz aus der Halle am Jagdgarten raus gehen.

    Dazu würde der Landkreis jetzt die Planungsmittel für den Bau einer Zweifeld-Sporthalle an der Stadtschule bereitstellen. Die Halle sei vor allem für den Schulbetrieb notwendig. In den Abendstunden könnte die Halle für den Vereinssport genutzt werden. "Vorausgesetzt natürlich, dass der Kreistag dem Ansinnen von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier auch folgt", so die Einschränkung von Heilmann. Da aber auch Kreiskämmerer Jörg Farr so etwas wie "Grünes Licht" für die Baumaßnahme signalisiert habe, sieht er als nächsten Schritt beste Chancen für die Übernahme der Halle am Jagdgarten durch die Samtgemeinde Rodenberg. Die SG Rodenberg könnte in der Zukunft dann das "Sportmanagement" übernehmen und die Samtgemeinde würde die Betriebskosten tragen.

    Der stellvertretende Bürgermeister Ralf Sassmann von der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGN) sieht das Hallenproblem mit diesem Lösungsansatz weitgehend vom Tisch. Es sei wichtig, dass die Sportgemeinschaft bei der Frage nach ausreichenden Sportstätten weiter "am Ball bleibe". Auch vor dem Hintergrund, für 450 Kinder und Jugendliche gute Trainings- und Spielbedingungen vorhalten zu können.

    Peter Friedrichkeit (SPD) dämpfte allzu euphorischen Erwartungen. Die Politik habe in den vergangenen drei Jahren mehrfach über das Hallenproblem diskutiert. Nach seiner Einschätzung der aktuellen Lage werde sich "der Landkreis sehr wohl überlegen, wie er die knappen Finanzen verteilt". Auch wenn er selber davon überzeugt sei, dass eine weitere Halle in Rodenberg dringend erforderlich ist, auch in Bezug auf die Sicherung des Schulstandortes, gab er sich mehr als skeptisch. Und führte auch ins Feld, dass es anstatt eines Miteinanders immer mehr Konkurrenzdenken zwischen den Vereinen in Rodenberg, Algesdorf und Lauenau geben würde. Der Landkreis habe schon mehrfach unverbindliche Zusagen gegeben, die am Ende wegen der Finanzlage nicht eingehalten worden wären. Nach seinen Informationen aus dem Kreishaus "ist ein Hallenbau in Rodenberg auf absehbarer Zeit nicht drin".

    Eine Zuhörerin mahnte zum Abbruch der Debatte, weil ihrer Ansicht nach die Jahresversammlung der SGR nicht zu einer "politischen Sitzung" ausufern solle.

    Heilmann bedauerte, dass Friedrichkeit die Neuigkeiten aus dem Kreishaus mit so viel Skepsis bewertete. "Ich stelle mich doch hier nicht hin, wenn das so nicht stimmt", erklärte der Stadtdirektor. Die Landkreisverwaltung habe nach seinem Wissen nochmals überprüft, ob der Bau einer Sporthalle für die Rodenberger Schulen tatsächlich notwendig sei. "Hör´ auf mit dem Blödsinn", appellierte er an den SPD-Ratsherrn Friedrichkeit. Anstatt zu kritisieren solle man sich doch darüber freuen, dass der Landkreis Geld in die Hand nimmt, um in Rodenberg eine neue Halle zu bauen.

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