MESSENKAMP (al). Mit Optimismus geht der Rat der Gemeinde Messenkamp in ein neues Haushaltsjahr. "Auch wir leiden unter den allgemeinen Rahmenbedingungen", betonte zwar Gemeindedirektor und Kämmerer Uwe Heilmann bei der Vorstellung des Zahlenwerks, "aber wir sind stets sorgfältig mit den Steuergeldern umgegangen". Das zahle sich jetzt aus. Hinzu komme, dass zumindest bei der Gewerbesteuer nur geringe Ausfälle zu erwarten seien. Ein deutliches Minus verzeichnen dagegen die Einkommensteueranteile.
Insgesamt sah Heilmann die kommunale Finanzlage in einer "guten Situation". Zudem profitiere die Gemeinde letztmalig vom Dorferneuerungsprogramm, das einen Zuschuss zur Neugestaltung der Hoffläche und des Spielplatzes am Altenhäger Dorfgemeinschaftshaus leisten wird. Sprecher beider Fraktionen stimmten Heilmann zu. "Andere Kommunen trifft es viel härter", wusste Udo Meyer (CDU). Hans-Jürgen Müller (SPD): "Wir können immer noch bestimmte Vorhaben in Angriff nehmen."
Meyer hatte zuvor den örtlichen Vereinen und Verbänden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit gedankt und auch die hiesigen Landwirte erwähnt: "Sie senken mit ihrem Einsatz unsere Lohnkosten für den Bauhof." Er begrüßte die vorgesehene Altenhäger Neugestaltung, die mit 60.000 Euro veranschlagt ist: "Ich wünschte mir dafür aber viel weniger Aufwand." Aus den Dorferneuerungsmitteln werden knapp 30.000 Euro erwartet.
Müller lobte generell die kommunalen Entscheidungen: "In den letzten 23 Jahren hat sich in unserer Gemeinde ungeheuer viel getan." Zugleich "bewundere" er Heilmanns "vorausschauende Politik": In Zeiten von Wirtschaftskrisen müsse investiert werden, um Einnahmen zu erzielen, die nicht den steuerlichen Umlagen unterworfen seien. Das habe man kürzlich auch gemeinam mit der CDU diskutiert.
Der einstimmig verabschiedete Etat beläuft sich in seinem Verwaltungsteil auf 445.000 Euro und bei den Investitionen auf knapp 63.000 Euro und sieht bei den laufenden Ausgaben im Wesentlichen die Sätze der Vorjahre vor. An Steueranteilen werden insgesamt rund 419.000 Euro erwartet; als Umlagen sind an das Land 16.500, den Kreis 191.000 und die Samtgemeinde 164.000 Euro zu zahlen. Der Überschuss an den Vermögenshaushalt beläuft sich auf 33.400 Euro. Mit rund 3000 Euro werden laufende Darlehen getilgt. Die kommunale Verschulgung beläuft sich dann noch auf 90.000 Euro. Als Rücklagen wurden zum Jahresende 2009 106.000 Euro angenommen. Foto: al