1. Steinhuder Meer weiter ohne Freigabe

    DLRG-Retter proben bei klirrender Kälte Eiseinsätze / Eis hält immer noch nicht / Region warnt: Es besteht Lebensgefahr

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    LANDKREIS (Ka/em). Die Region Hannover warnt vor dem Betreten der Eisfläche auf dem Steinhuder Meer. Trotz anhaltender Minusgrade besteht Lebensgefahr, da das Eis nicht trägt. Darauf hat der Fachbereich Öffentliche Sicherheit der Region Hannover nochmals ausdrücklich hingewiesen.

    DLRG-Retter proben Eiseinsätze, um im Ernstfall Menschenleben zu retten.

    Für den Fall der Fälle sind die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gewappnet. Sie sind nicht nur in den Sommermonaten gefragte Akteure beim Umgang mit dem nassen Element. Im Winter werden Badehose und Badeanzug mit Überlebensanzügen getauscht, um dem kalten Wasser und den eisigen Temperaturen Stand zu halten. Zu nennenswerten Einsätzen ist es bei der DLRG in Niedersachsen glücklicherweise noch nicht gekommen. Dennoch müssen sich die Retter mit dem veränderten Aggregatzustand des Wassers vertraut machen, damit sie mit dem nötigen Respekt an diese Einsätze herangehen. DLRG-Gliederungen in ganz Niedersachsen, so wie am drittgrößten Binnensee des Landes, dem Zwischenahner Meer, haben auf ihren Übungsplänen "Eisrettungsübungen" aufgenommen, um für den Erstfall gewappnet zu sein. Auch ein Retter muss sich an das Gefühl gewöhnen, auf einer Eisfläche einzubrechen. Für diese Übungen eignete sich das brüchige Eis des Zwischenahner Meeres am vergangenen Wochenende besonders gut. Zwar hat der Retter einen Überlebensanzug an, doch verlangt das eisige Element auch von ihm viel Mut und Überwindung ab. Fast nie steht ein Luftkissenboot oder anderes motorisiertes Fahrzeug den Eisrettern zur Verfügung. Bei der Eisrettung ist in erster Linie immer noch die menschliche Kraft und Ausdauer gefordert. Die überwiegenden Eisflächen in Niedersachsen halten immer noch nicht, warnt die DLRG und weist darauf hin, dass Eisflächen erst bei einer Stärke von 15 Zentimetern bei stehenden Gewässern und bei einer Dicke von 20 Zentimetern bei fließenden Gewässern einigermaßen gefahrlos betreten werden können. Temperaturen um den Gefrierpunkt herum und schneebedeckte Eisflächen fördern zur Zeit nicht gerade das Wachstum des Eises. Aus diesen Gründen besteht immer noch akute Lebensgefahr bei zu sorglosem Umgang mit den zugefrorenen Gewässern. Damit das "Wintermärchen" nicht in einem Fiasko endet, bittet die DLRG in Niedersachsen um Beachtung der DLRG-Eisregeln unter www.nds.dlrg.de. Foto: ka

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