1. Viel zu schade zum Wegwerfen?

    "Entmüllen befreit" Thema beim Neujahrsempfang der Landfrauen

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    RINTELN/ ROHDENTAL (km). "Entmüllen befreit": Mit dieser Losung schickte Marianne Riecke, über 70 Landfrauen (und auch einige Herren) beim Neujahrsempfang des Vereins in Rohdental in das Jahr 2010.

    Bild_01: Referentin Marianne Riecke (links) mit Landfrauen-Chefin Sigrid Dohm

    Wer kennt sie nicht: Die zahllosen Dinge, die sich im Keller und auf dem Dachboden häufen. Erbstücke von Oma, Stapel mit gesammelten Zeitschriften, der Dritt-Kleiderschrank als Überlaufventil, Gegenstände, an denen man mit großer Sentimentalität hängt, "Schätze", die von den erwachsenen Kindern zurückgelassen wurden, "Stehrümchen".

    Auch unter Männern, so Marianne Rieke, gebe es Sammlernaturen und Sätze wie: "Das können wir bestimmt noch einmal gebrauchen" oder "das ist doch viel zu schade zum wegwerfen".

    "Dinge, die man nicht benutzt, nerven und blockieren den Menschen," stellte die Wirtschaftsberaterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen fest - und die zustimmend nickenden und schmunzelnden Landfrauen signalisierten, dass Marianne Riecke mit ihrem Thema ins Schwarze getroffen hatten. "Behalten Sie nur Dinge, die schön und nützlich sind und die sie regelmäßig benutzen" - das war der goldene Satz des Abends in der Weinschänke Rohdental.

    Die Referentin empfahl, sich regelmäßig kleine Einheiten vornehmen, um sich von Ballast zu befreien. Das schaffe Ordnung im Haus und im Menschen und setze Energie frei für die wichtigen Dinge im Leben.

    Dabei wurden auch einige wirtschaftliche Aspekte deutlich. Ein bundesdeutscher Haushalt, so Marianne Riecke, gebe jährlich ein monatliches Nettogehalt für überflüssige Anschaffungen aus. Das lasse aufhorchen. Kein Wunder, wenn sich schnell so etwas wie "Zuvielitis" ausbreite. Bewährt habe sich eine Sortiermethode in drei Kategorien: Wunderbar, Fragezeichen (in einem Karton zwischenlagern und nach einem Jahr überprüfen, ob man es gebraucht oder vermisst hat), Müll. Bewährt habe sich auch, dass jeder Gegenstand im Haus einen ganz bestimmten Platz hat (zum Beispiel Autoschlüssel oder Geldbörse). -

    Landfrauen-Vorsitzende Sigrid Dohm bedankte sich für den lebendigen Vortrag, der viele praktische Anregungen beinhaltete - zum Beispiel den Vorschlag, für jedes Teil, das man neu kaufe, ein altes zu entsorgen. Und die Landfrauen und ihre Gäste traten schließlich mit guten Vorsätzen den Heimweg an - und überlegten schon, wie sie sich so bald wie möglich ihrem Kleiderschrank, ihrer Tupperwaren-Sammlung oder ihrem Keller widmen könnten.

    Denn, so empfahl Marianne Riecke, am besten sei es, sofort zu beginnen.

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