1. Rat hält sich bei Entscheidung über Hafenerwerb zurück

    Erneut Diskussionen über den Ankauf des "Alten Hafens" in Rinteln

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    RINTELN (ste). In einer Pressemitteilung zeigt Gert Armin Neuhäuser von der WGS Erstaunen über die von der Verwaltung dem Rat erneut vorgeschlagene Option des Erwerbs des "Alten Hafens". Neuhäuser: "Dass man mit Hallenbenutzungsgebühren für die Sportvereine, höheren Parkgebühren und zurückgehenden Leistungen für die Rintelner Bürger Phantasieprojekte wie den Erwerb des Alten Hafens finanzieren soll, grenzt an Wahnsinn", so der Fraktionsvorsitzender der WGS. Und Neuhäuser weiter: "Auch Vorstand und Mitglieder des SC Deckbergen in ihrem maroden Sportheim oder die Eltern der dringend erweiterungsbedürftigen Kindertagesstätte Steinbergen müssen sich gelinde gesagt veräppelt vorkommen, wenn hier Steuergelder rausgehauen werden sollen, die bei ihnen eingespart werden!"

    Die WGS sieht hierbei nicht die geringen Erwerbskosten in Höhe von rund 6.000 Euro als Problem an, sondern den maroden Zustand des Hafenbeckens: "Eigentümer sind unterhaltungs- und verkehrssicherungspflichtig - und kaputte Spundwände dieses Ausmaßes sind nach Ansicht von Fachleuten nicht unter 100.000 Euro zu sanieren", so Neuhäuser. "Wenn es - wie die Verwaltung vorträgt - einen Investor für die Grundstücke gibt, der dort Häuser bauen will, so gibt es erst recht keinen Grund, dass die Stadt hier über eigenen Grunderwerb ihre Haushaltslage weiter verschlechtert - jeder Investor kann unmittelbar vom Bund erwerben, wenn er es will, unseren Segen hat er", schreibt Neuhäuser. "Aber einen Erwerb durch die Stadt, bei dem dann verwertbare Flächen weiter veräußert werden und die Stadt auf dem schrottigen Hafenbecken sitzen bleibt, wird es mit der WGS nicht geben", so Neuhäuser abschließend.

    Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz sieht das gelassener: "Wir von der Verwaltung halten uns in dieser Frage neutral und haben in der Ratsvorlage den Politikern zwei Alternativvorschläge unterbreitet: Entweder Ankauf des Grundstücks mit immerhin 12.000 Weide, rund 3.000 Quadratmetern bebaubarer Fläche und 6.000 Quadratmeter Hafenbecken, oder alternativ Verzicht auf Ankauf!" Foto: ste

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