1. "Jedes Kind ist einzigartig"

    Brigitte Naber ist Hauptrednerin beim Neujahrsempfang der Stadt

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    Schulleiterin Brigitte Naber spricht zu den Gästen.

    Bürgermeister Günter Altenburg (re.) bedankt sich bei Helmut Stille (v.li.), Friedrich Hardekopf und Helmut Weikert für das Engagement zum Wohle der Stadt.

    RODENBERG (pd). Die Veränderung der Schullandschaft in der Stadt Rodenberg beherrschte den Neujahrsempfang im "Ratskeller". Als Hauptrednerin ging die Schulleiterin der Stadtschule, Brigitte Naber, auf die Neuausrichtung mit Integrierter Gesamtschule (IGS) und die Anforderungen der Zukunft in Bezug auf die demografische Entwicklung der Bevölkerung ein. Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier stellte heraus, das der Landkreis mit seinen vier IGS in Niedersachsen eine Sonderrolle einnehmen würde. Für Schulen investiere Schaumburg im Jahr 30 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund knapper Finanzmittel warnte der Landrat: "Das wird kein leichtes Jahr!"

    Bevor Brigitte Naber und dann der Landrat zu Wort kamen, hatte Bürgermeister Günter Altenburg die schöne Aufgabe, drei Rodenberger für ihren besonderen Einsatz für die Stadt auszuzeichnen. Helmut Stille, Helmut Weikert und Friedrich Hardekopf wurden geehrt und bekamen für ihr Engagement an verschiedenen Stellen Weinpräsente überreicht. Dann berichtete er kurz über Neuigkeiten in der Stadt. So sei der Verkauf von Grundstücken im Baugebiet "Auf der Kammer" besser gelaufen als erwartet und in der Deisterstraße gebe es bald Bauplätze "nach Bedarf". Die Ausbauarbeiten am südlichen Ortseingang sind Ende 2009 begonnen worden und im Einfahrtsbereich Allee/Rewe-Markt/Abfahrt Algesdorf soll ein Kreisel entstehen. Die Zuhörer im voll besetzten Saal erfuhren außerdem, dass hinter der Bäckerei am "Grünen Baum" Abstellflächen für Pkw und Fahrräder sowie Garagen entstehen sollen.

    Die Bildungspolitik müsse sich den rückläufigen Schülerzahlen anpassen, forderte Schulleiterin Brigitte Naber in ihrer Rede. "Weniger Kinder brauchen ein Mehr an Bildung". Die gute Ausbildung von Jugendlichen sei wichtig für eine zukunftsorientierte Standortsicherung der Kommune. Wichtig sei einer frühe Förderung und eine flexible Ganztagsbetreuung. Nur mit verschiedenen Bildungsangeboten könne man die Breite der Bevölkerung und einen hohen Bildungsstand erreichen. "Jedes Kind ist einzigartig", stellte Naber fest und gab dann ein Plädoyer für die Integrierte Gesamtschule ab. Diese sei "vielfältig statt einfältig" und würde die Kinder individuell fördern und herausfordern. Mit den Veränderungen in der Schullandschaft sei die Samtgemeinde Rodenberg nach ihrer Einschätzung auf dem besten Weg, auf lange Sicht ein gutes Bildungsangebot vorhalten zu können.

    Den Erhalt aller 21 allgemein bildender Schulen und der Berufsbildenden Schulen in der Trägerschaft des Landkreises bezeichnete der Landrat als "Mammutaufgabe". In Rodenberg habe man mit dem Einzug der Förderschule und der Gründung der IGS im vergangenem Jahr Akzente gesetzt. Mit der Einrichtung der vier IGS im Landkreis habe man sich gegen den Willen Hannovers durchgesetzt, unterstrich Schöttelndreier. Im Zuge der geleisteten Strukturanpassungen müsse jetzt sichergestellt werden, dass genügend qualifizierte Lehrer und Schulleiter eingestellt würden. "Der Landkreis setzt weiter auf Bildung und Ausbildung", so die klare Aussage des Landrates.

    Die Wirtschaftsförderung in der Samtgemeinde Rodenberg sei "sehr gerne gesehen". Die Einbrüche bei den Steuern dürften nicht zu Verteilungskämpfen führen. Es könne nicht sein, dass der Bund das Problem nach unten durchreiche "Die Kommunen dürfen das so nicht hinnehmen", lautete die Auffassung des Landrates. Die Schließung kommunaler Einrichtung sei nicht gewollt. Notfalls gehe der Landkreis in die Verschuldung, um das abzuwehren. Die Kommunen müssten Lebens- und Zukunftsfähig bleiben. Darüber gebe es im Kreistag einen einstimmigen Konsens, bestätigte Schöttelndreier zum Abschluss seiner Rede. Foto:pd

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