1. Nachfragen und helfen

    Wilhelmsdorferin kümmert sich per Telefon um Rentnerin

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    BAD NENNDORF (em). Der Start in das Jahr 2010 verlief für die Polizei Bad Nenndorf insgesamt recht ruhig.

    Ein paar Streitereien und Körperverletzungen in der Silvesternacht sorgten allerdings für gute Beschäftigung. Den letzten Tag des Jahres 2009 nutzen viele Bewohner des Zuständigkeitsbereiches der Polizei Bad Nenndorf, um zum Teil uralte oder aber einfach nicht mehr gewollte Waffen zur Vernichtung durch die Polizei abholen zu lassen.

    Die extreme Wetterlage an diesem langen Wochenende führte erfreulicherweise nur zu kleinen Blechschäden. "Die meisten Verkehrsteilnehmer sind mit einer lobenswerten Umsicht im Straßenverkehr unterwegs", heißt es in einer Mitteilung der Polizei Bad Nenndorf. Am vergangenen Sonnabend, dem 2. Januar habe es dann noch ein Ereignis für die Rubrik "Hilfsbereitschaft ohne Grenzen" gegeben:

    Eine 85-jährige Bad Nenndorferin war bei der Pflege ihres 88-jährigen Mannes im gemeinsamen Haus gestützt. Ihr gelang es, das Telefon zu greifen und versuchte, eine Bekannte zu erreichen.

    Beim Wählen der Nummer muss sie sich vertippt haben und landete bei einer 58-jährigen Wilhelmsdorferin. Zweimal wurde das Gespräch von ihr mit den Worten "Entschuldigung, ich habe mich verwählt" beendet. Beim dritten Mal fragte die Wilhelmsdorferin nach. Als sie von dem Unfall hörte, rief sie parallel über ihr Handy die Polizei Bad Nenndorf an. Von hier wurde dann ein Streifenwagen und ein Rettungswagen entsandt. Über das "Dreiecksgespräch" konnte der Name der Bekannten mit einem Schlüssel für das Haus herausgefunden und diese ebenfalls schnell zu dem Haus gebeten werden.

    Die beiden Bad Nenndorfer wurden ärztlich versorgt. Bis zu dem Zeitpunkt als die Rettungskräfte neben der Nenndorferin standen, hielt die Wilhelmsdorferin über Telefon den Kontakt, beruhigt und informierte.

    "Auch wenn sie selbst ihr Verhalten als selbstverständlich ansieht, andere hätten vielleicht auch beim dritten Mal wieder aufgelegt..." sind die Nenndorfer Beamten froh über das Handeln der Wilhelmsdorferin.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an