1. Kommmunaler Häuserkauf zeigt erste Erfolge

    Lauenau investiert 300.000 Euro in ehemalige Geschäftshäuser / "Binnenflecken" neu beleben

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    LAUENAU (al). Nur wenige Wochen nach dem Erwerb von insgesamt vier ehemaligen Geschäftshäusern in der Ortsmitte ist deren Sanierung in vollem Gange. Neben den Gebäuden Marktstraße 7 und 9 einschließlich der rückwärtigen Bereiche hatte die Gemeinde auch die ehemalige Schlachterei Düvel am "Rundteil" sowie die Brandruine "Schnäppchenhalle" erworben. Mit der Initiative soll der "Binnenflecken" neu belebt werden.

    In diesen Tagen hat das ehemalige "Düvel"-Haus einen Erdgasanschluss erhalten. Es ist eines von vier Immobilien, die der Flecken Lauenau in der Ortsmitte erworben hat.

    "Unsere Entscheidung zeigt erste Erfolge", freute sich Gemeindedirektor Uwe Heilmann im Rahmen der Haushaltsberatungen. Ein Textilgeschäft will schon in wenigen Wochen im Haus Marktstraße 7 eröffnen. Zwei weitere Betriebe konnten offenbar gehalten werden: "Sie wollten zwar schon abwandern; aber sie bleiben jetzt da", glaubt er. Zugleich sprach er von "weiteren Interessenten": "Aber die beäugen uns erst noch."

    Wie vom Schaumburger Wochenblatt berichtet, hatte sich Lauenau aus verschiedenen Gründen für den Ankauf entschieden. Das Gebäude am "Rundteil" bot sich als neuer Sitz für das Jugend- und Kulturforum an; die beiden Marktstraßen-Häuser bieten einschließlich eines rückwärtigen Gebäudes auf der Hofseite viel Platz für die dringend benötigten Parkflächen. Denn die bisherige Möglichkeit, direkt in der Marktstraße in Schrägaufstellung den Seitenbereich zu nutzen, fällt mit einem Umbau in absehbarer Zeit weg. Die "Schnäppchenhalle", die einmal als Lebensmittelgeschäft errichtet worden war, gilt ohnehin schon seit Jahren als Schandfleck. Gerade deren Übernahme galt als schwierig: Es bestand zwischen den Eigentümern und den bisherigen Nutzern ein Erbpachtvertrag über insgesamt 99 Jahre.

    Inzwischen haben Mitarbeiter des Baubetriebshofs der Samtgemeinde Rodenberg bereits zwei Gebäude ausgeräumt beziehungsweise teilweise entkernt: Die vorgesehene Fläche für das Textilgeschäft sowie die "Schnäppchenhalle", die ein örtlicher Elektromeister im Juli 2010 übernehmen will. Auch vor dem ehemaligen "Düvel"-Haus wird gebuddelt: Das Gebäude erhält einen Gasanschluss.

    Neben SPD-Sprecher Karsten Sucker, der die Ratsentscheidung als guten Schritt für die Belebung der Ortsmitte bezeichnete, sprach sich für die CDU auch Karl-Heinz Strecker zugunsten der Maßnahmen aus: "Das Geschäftssterben hat uns alarmiert." Zum Glück könne die Gemeinde gegensteuern: Durch den Flächenerwerb schaffe die Gemeinde günstige Vorausetzungen für den Start neuer Unternehmen. Es sei Wille des gesamten Rates, etwas positiv zu verändern.

    Im neuen Etat sind zunächst 300.000 Euro für die Gebäudesanierungen ausgewiesen: Jeweils 100.000 Euro werden in die ehemalige "Schnäppchenhalle" und die Marktstraße 7 gesteckt. Auf mindestens je 50.000 Euro kommen die vorwiegend der Energieeinsparung gewidmeten Maßnahmen in der Marktstraße 9 sowie die erste Ausbaustufe im Gebäude am "Rundteil". Foto: al

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