1. Eineinhalb Jahre Arbeit für Weltkarte aus dem Mittelalter

    Sonntag weitere Führung durch die Ausstellung in der Eulenburg

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    RINTELN (km). Reges Interesse findet gegenwärtig die Sonderausstellung mit Meisterwerken der Kunststickerei in der Eulenburg. Zu sehen ist eine Auswahl herausragender Werke der Kunststickerei: Die schönsten Stücke der Clementine von Münchhausen (1849 bis 1913) sowie zahlreiche imposante "Nadelgemälde" von Markus Duschek.

    Am vergangenen Sonntag war Markus Duschek persönlich zugegen, um die Besucher durch die Ausstellung zu führen und Auskünfte über seine filigrane Arbeit zu geben. Zu den am meisten bewunderten Werken zählte die "Ebstorfer Weltkarte" aus dem 12. Jahrhundert, deren Original im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Allein an diesem Opus hat Markus Duschek rund eineinhalb Jahre gearbeitet.

    Dabei muss der Künstler stets besonders sorgfältig vorgehen, da eventuelle Fehler nachträglich nicht mehr korrigierbar sind. So finden sich zum Beispiel auf Weltkarte - die ansonsten an der Wand seines Wohnzimmers hängt - tatsächlich ein paar kleine vorskizziert Türmchen, die eigentlich gar nicht dort hin gehören, wie Markus Duschek ganz unprätentiös verriet. Zu den weiteren, besonders bewunderten Werken, zählen ein Fantasie-Bild aus dem "Herrn der Ringe", das Panorama einer traumhaften Stadt im Gebirge sowie zahlreiche großformatige Motive aus dem Mittelalter. -

    Am kommenden Sonntag, dem 20. Dezember, stehen dann die Stickereien von Clementine von Münchhausen im besonderen Blickpunkt. Dazu wird in der Eulenburg ein besonderer Gast erwartet: Annemete von Vogel, die Urenkelin und Sachverwalterin des Erbes der Clementine von Münchhausen wird ab 15 Uhr über die Stickkunst und das Leben der Künstlerin referieren. Foto: km

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