RINTELN (ste). Graffiti sind kein neues Phänomen, doch die Anhäufung von Aufklebern an Laternen, Mülleimern und Gebäuden macht der Stadt immer mehr zu schaffen. Jetzt macht Rinteln mobil gegen die "Kleber" und Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz lobt 250 Euro Prämie für Hinweise aus, die auf die Ergreifung von Tätern führen. Warum die Aufkleber für Rinteln mittlerweile zum Problem werden, erläutern Klaus-Ulrich Hartmann vom Bauhof der Stadt und Jörg Schmieding vom Hauptamt. Bis zu drei Aufkleber an fast allen Laternen der Innenstadt hat Schmieding gezählt und bei einem kleinen Bummel von nur 20 Minuten eine Vielzahl von Bildern gefertigt, die Schmierereien und Aufkleber zeigen. "Offensichtlich sind die Verursacher auf der Suche nach einer möglichst großen Öffentlichkeit", so Schmieding, der insbesondere aus dem linken und rechten politischen Lager Aufkleber feststellen konnte. Vereinzelt wird auch auf Abi-Feten und Veranstaltungen hingewiesen. Der Schaden, der Jahr für Jahr der Stadt Rinteln dadurch entsteht, dass die Aufkleber mit Spezialreinigern und jeder Menge Man-Power gelöst werden müssen, ist groß. "Da kommen schnell 50 Euro pro Aufkleber zusammen", schätzt Hartmann, denn neben den Kosten für die besonderen Sprays zum Lösen kommt natürlich noch der Kostenfaktor Arbeitskraft hinzu. Dabei machen insbesondere die Kunststoffaufkleber Schwierigkeiten: "Sie zerbröseln in Kleinstteile und oft wird beim Ablösen der Lack der Laternen beschädigt und muss erneuert werden!"
Viele der "Tags" (Schriftzeichen, Aufkleber...) werden auch der Polizei Rinteln gemeldet und es wird Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Werden Schilder im Straßenverkehr durch Aufkleber in ihrer Erkennbarkeit beeinträchtigt, steht sogar ein "Gefährlicher Eingriff in den Straßenvekehr" im Raum. Foto: privat