1. Situation im Ministerium bekannt

    CDU-Delegation schöpft Hoffnung auf Besserung nach Gespräch in Hannover

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    POHLE (pd). Das Thema "Sanierung der L 439" (Ortsdurchfahrt Pohle) ist beim zuständigen Referat des Wirtschaftsministeriums in Hannover längst bekannt. Nach einem Gespräch mit dem zuständigen Referatsleiter sehen Vertreter aus Pohle durchaus gute Chancen, dass die Straße saniert und die Gefahrenlage abgemildert wird.

    "Das war keine Alibi-Runde, sondern der Sache dienlich" resümierte Heinrich Schaper, CDU- Amtsverbandsvorsitzender und Einwohner von Pohle. Zusammen mit Jürgen Baumgart, Vorsitzender der CDU-Samtgemeindefraktion, und Bürgermeisterin Gerlinde Mensching war Schaper im Ministerium vorstellig geworden.

    Die prekäre Situation der Ortsdurchfahrt von Pohle ist in Hannover längst bekannt. So der Eindruck der Delegation nach der Unterredung im Fachdezernat.

    Nach ihrem erneuten Vorstoß, endlich "Grünes Licht" für eine umfangreiche Sanierung der Landesstraße und einer damit verbundenen Entschärfung der Gefahrensituation in der Ortsdurchfahrt zu erreichen, haben sie zumindest den Eindruck gewonnen, dass dort "in absehbarer Zeit etwas passiert". "Die Straße steht längst auf der Prioritätenliste des Landes", so Schaper. Das bekräftigten im Gespräch der Referatsleiter für Landesstraßenbau, Peter Saborowski, und dessen Mitarbeiter Fritz Hornbach in Hannover.

    Das Gespräch sei in einer sehr angenehmen Atmosphäre geführt worden. "Die Herren kennen die Situation" und es sei durchaus Handlungsbedarf eingeräumt worden.

    Eine Aussage darüber, wann genau tatsächlich Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen von Landesseite erfolgen werden, sei aber nicht gemacht worden. "Im Frühjahr 2010 wird das Land die Entscheidung für die weiteren Straßenbaumaßnahmen 2011 treffen", glaubt der CDU-Amtsverbandsvorsitzende. Er ergänzt, dass nach seinem Eindruck das Wirtschaftsministerium die Hinweise der örtlichen Politik zur Straßensituation sehr ernst nehmen würde. Man wolle den verkehrstechnischen Zustand innerhalb des Ortes verbessern, bittet aber unter Berücksichtigung der Allgemeinsituation im Land um Verständnis, wenn nicht sofort agiert werde. Mit "Allgemeinsituation" ist die angespannte Haushaltslage gemeint.

    Der schlechte Zustand der Böschungssituation des Pohler Baches sei das stärkste Argument für eine Sanierung der Straße. Die durch das Dorf fahrenden schweren Lkw lassen die Böschung immer weiter abbröckeln. Der Wasserunterhaltungsverband habe sich bereits geweigert, den Bach im oberen Lauf auszukoffern. "Dann besteht nämlich die Gefahr, dass die Böschung komplett in den Bach rutscht", schätzt Bürgermeisterin Mensching die Lage ein.

    Die Gesprächspartner im Referat führten dazu aus, dass rund 8500 Kilometer Straßen in der Verantwortung des Landes stehen würden. Um Sanierungs- und Reparaturarbeiten zu regeln, erfolge vom Land im Fünf-Jahres-Rhythmus eine "Flächenzustandserfassung" aller Straßen, auch "Straßen-TÜV" genannt. Dieser diene als Grundlage für Tiefbaumaßnahmen an den Landesstraßen in Niedersachsen.

    Mit einem "guten Gefühl" sind die Pohler aus dem Gespräch herausgegangen. "Dennoch werden wir weiter trommeln", verspricht Schaper.

    Die Bürgermeisterin will an einem geplanten Bürgerprotest festhalten und der CDU-Amtsverbandsvorsitzende wird vor allem vor dem Hintergrund möglicher Schadensersatzansprüche bei einer weiteren Verschlechterung des Straßenzustandes die Situation weiter fest im Visier haben.

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