1. Naturheilmittel unverfälscht in der Tube

    Staatsbad stellt exklusive Pflegeserie vor / Ein Jahr Entwicklungszeit

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    BAD NENNDORF (pd). "Jetzt ist es endlich soweit". Mit dieser Feststellung leitete Staatsbad-Geschäftsführer Peer Kraatz über zur Präsentation der Pflegeserie "fenesse". Zum ersten Mal überhaupt ist es gelungen, die naturgebundenen Heilmittel Moor, Schwefel und Sole zu einhundert Prozent in Topf und Tiegel zu bringen. Das gelang im Zusammenspiel mit ätherischen Ölen, Kräutern oder Honig.

    Die Entwickler aus Österreich gerieten förmlich ins Schwärmen, als sie die Vorzüge der neuen Serie aus der Fabrikation von "Alpienne" im Pitztal anpriesen: "Die Produkte stehen ganz und gar im Einklang mit der Natur", so die "Väter" von "fenesse".

    Unter dem Namen "fenesse" vertreibt das Staatsbad ab sofort insgesamt 85 verschiedene Produkte in den vier Serien "Exklusive", "Superior", "Sport" und "Baby".

    Es gibt sie also doch, die unverfälschte Pflegeserie. Aus Gaben der Natur, gesammelt auf den Bergwiesen in Tirol, im Zusammenspiel mit Honig von 350 Bienenvölkern, die Martin Gundolf auf seinem Bauernhof in Österreich hält, ist eine Naturkosmetik entstanden, die ihres gleichen sucht. Denn nicht nur Murmelöl oder Arnika und Johanniskraut spielen bei der Mixtur eine große Rolle. Schwefel, Moor und Sole sind mit dazu verwendet worden, hochwertige Seife, Lotion, Shampoo oder Creme zu kreieren.

    Ein Jahr hat es gedauert, von der Idee und den ersten Kontakten zu dem Bergbauer Reinhard Schuler und dem Imkermeister und Chefentwickler Martin Gundolf. Vor acht Jahren haben die beiden Tiroler damit begonnen, aus heimischen Gewächsen und Honig naturreine Pflegeprodukte zu entwickeln. Die Marke "Alpienne" ist heute, so Schuler, eine anerkannte Marke in führenden Wellness- Hotels im Alpenraum.

    Schon länger gab es im Staatsbad den Gedanken, die naturgebundenen Heilmittel auch für die Pflege und Gesundung zu Hause anzubieten. "Das Moor muss in die Tube" so der Ausgangspunkt der Überlegungen. Die Industrie winkte gleich ab, als dort angefragt wurde. Aber die Suche nach Partnern für die eigene Pflegeserie ging weiter. Mehr oder weniger durch Zufall sind Kraatz und Marketingchef Christian Hoffmann schließlich auf "Alpienne" und ihre Vordenker gestoßen. "Hier ist unsere Philosophie und Zielsetzung sofort verstanden worden und da hat auch menschlich alles gepasst", erinnert sich Kraatz an die Anfänge vor einem Jahr.

    Die Maßgabe, dass die Produkte zu hundert Prozent aus Natur bestehen sollten, stellte für die Entwickler eine große Herausforderung dar. "Das war für uns eine knifflige Aufgabe", so Reinhard Schuler. In der heimischen Manufaktur wurde in 3500 Stunden entwickelt und zur Serienreife gebracht. Maßgeblichen Anteil daran hatte Chefentwickler Martin Gundolf, der wegen seiner umfangreichen alchimistischen Kenntnisse auch "der Druide" genannt wird. Er hatte unter anderem die schwierige Aufgabe, die eher aggressive Sole oder den Geruch des Schwefels so einzusetzen, dass daraus für den Anwender angenehme Pflegeprodukte entstehen konnten.

    "fenesse" lebt nicht nur von der Philosophie, zu hundert Prozent aus Natur zu bestehen, sondern auch von einem Drei-Säulen-Konzept. Die erste Säule sind die Naturprodukte. Die zweite Säule sind spezielle Zeremonien, die in allen therapeutischen und Wellness- Bereichen des Staatsbades Nenndorf auf Wunsch des Gastes angewandt werden. Die speziellen "fenesse"- Zeremonien sind auf die Pflegeprodukte abgestimmt, so dass der Gast die Reinheit und Qualität erleben und genießen kann. Die dritte Säule sollen Partnerschaften im Kosmetik- und Wellness-Bereich darstellen. Geplant ist die umfangreiche Vermarktung in ausgewählten Hotels und Kurbädern. Dabei müsse aber auf jeden Fall das Umfeld stimmen. Vorstellbar wäre nach den Worten von Kraatz auch der Aufbau einer "fenesse"- Akademie in Bad Nenndorf, in der Fachleute alles über den Ablauf der Zeremonien und über die Anwendungsbereiche erlernen können. Auf diesem Wege könne "fenesse" in der Region als "Botschafter" für die naturgebundenen Heilmittel in Bad Nenndorf wirken. Angesprochen auf die Entwicklungskosten bekräftigt der Staatsbad-Geschäftsführer, dass es zu keiner Zeit ein unternehmerisches Risiko für den Landesbetrieb gegeben habe. Kosten seien lediglich durch die Reisen und die Lieferung der Rohstoffe entstanden. Die Entwickler von "Alpienne" haben für die Entwicklung nichts berechnet, profitieren jetzt aber vom neuen Großkunden "Staatsbad Nenndorf". Es gebe auch keinerlei Vorgaben für Verkaufszahlen. Man wolle vielmehr langsam, dafür aber nachhaltig am Markt wachsen. Foto: pd

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