1. Eine Oase zwischen Ackerflächen

    Nabu Rodenberg bepflanzt Biotopgelände bei Altenhagen II

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    ALTENHAGEN II (al). Spätestens im kommenden Jahr soll das neue Gelände des Naturschutzbunds (Nabu) eine richtige Oase für Pflanzen und Tiere zwischen immer größer werdenden landwirtschaftlichen Flächen in der Gemarkung Altenhagen II sein.

    Das 4200 Quadratmeter große Areal in direkter Nachbarschaft zu Altenhäger Bach und Waldrand hatte der Nabu vor Monaten erworben. Die weitere Bearbeitung aber musste noch warten: Denn bei der niedersächsischen Bingo-Stiftung lief ein Förderantrag. Nun wurde aus den Lottomitteln ein Zuschuss von 4800 Euro bewilligt. Der Nabu selbst hat bereits 9000 Euro für den Grunderwerb sowie weitere anfallende Kosten investiert.

    Schon vor Tagen hatten zwei Lauenauer Landwirte den Boden bearbeitet: Die Fläche neben einem bereits seit über zwei Jahrzehnten vorhandenen Biotop wurde aufgebrochen und gegrubbert. Danach entstanden fünf Mulden und ein großer Wall.

    Nahe dem Bachlauf wurden Totholzhaufen angelegt. Kleinere Findlinge bilden eine Art Trockenmauer. Inzwischen ist eine für den schweren Boden spezielle Wildblumenmischung ausgesät worden. Tiefer gelegene feuchte und moorige Flächen bleiben dagegen sich selbst überlassen.

    Auf einer Länge von über hundert Metern werden dreireihig Sträucher und Bäume gepflanzt.

    Jetzt folgte ein Arbeitseinsatz etlicher erwachsener Mitglieder mit junger Unterstützung: Ines Rahn-Weiser und Sibylle Liebig-Tönnies waren mit einigen aus der Kindergruppe dabei. "Wir haben viele Krankheitsausfälle", bedauerte Rahn-Weiser, die ständig bis zu 18 Mädchen und Jungen bei Aktionen betreut. Nicht unterkriegen ließ sich zum Beispiel die erst achtjährige Annika. Sie war mit Vater Andreas Carstens gekommen und zeigte nicht einmal Scheu vor stacheligen Gehölzen.

    Nach rund drei Stunden standen auf einer Länge von über hundert Metern dreireihig zahllose Sträucher und etliche junge Bäume. Sorgfältig gingen die Helfer dabei zu Werke. Denn durch den Untergrund verlaufen zwei Röhrenstränge vom nahen Wassergewinnungsgelände. Diese Bereiche sollten frei von tief wurzelnden Gehölzen bleiben. Anderswo aber bietet sich noch Platz für einige hochstämmige Obstbäume.

    Naturlich wurden die Sträucher und Hecken nur nach Standortgesichtspunkten ausgewählt: Liguster und Felsenbirne, Wildrose und Pfaffenhütchen, Holunder und Hartriegel summierten sich auf der langen Liste. Auch ein Holzapfel war dabei, der nun als Hinweis darauf gilt, dass der uralte Name des benachbarten großen Flurstücks "Höltjebreite" gerade auf diese Baumsorte zurückgeht. Wie Hurek weiter mitteilte, sollen neben zwei Bänken noch zwei mit Insektenhotels kombinierte Informationstafeln entstehen.

    Foto: al

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