ALGESDORF (pd). Stadtplaner Georg von Luckwald hatte einfaches Spiel. Nachdem er im Rahmen einer Bürgerversammlung die Verfahrensweise und Pläne für den Bau der Turnhalle in Algesdorf präsentiert hatte, herrschte im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus große Einmütigkeit. Es gab keine Einwände, lediglich wenige Nachfragen zur weiteren Abwicklung. Wenn alles so klappt, wie es sich die Verwaltung wünscht, dann sollen zu Ostern bereits die ersten Arbeiten auf der Baustelle in direkter Nachbarschaft zum Sportplatz beginnen.
Erwartungsvoll war das Publikum, als von Luckwald mit seinen Ausführungen startete. Er begann mit Ausführungen zum Planungsrecht. So muss für die Umsetzung der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Eine große Hürde scheint bereits überwunden. Um in dem Bereich überhaupt bauen zu können, muss der Landkreis der Teillöschung aus dem Landschaftsschutzgebiet zustimmen. Wie die Zuhörer an dem Abend erfahren konnten, hat der Umweltausschuss des Landkreises bereits eine entsprechende Empfehlung formuliert.
Der Bauplatz umfasst ein 900 Quadratmeter großes Areal. Gebaut wird preisgünstig in Industriebauweise. Die Zufahrt wird auch weiterhin über den Wirtschaftsweg erfolgen. Der Baukörper wird sich harmonisch in das Landschaftsbild einfügen. Durch die Hanglage werden sich nach den Ausführungen des Planers kaum Einschränkungen im Landschaftsbild ergeben. Weil die Ein-Feld-Halle mit Kunstlicht beleuchtet werden soll und keine Fensterfronten im Spielbereich erhält, seien Belästigungen der Nachbarschaft so gut wie ausgeschlossen. Von Luckwald erinnerte in diesem Zusammenhang an frühere Beschwerden von Anliegern wegen Lärmbelästigungen durch sportliche Aktivitäten.
Ein Anwohner interessierte sich für die Regulierung der Wassermassen, die eventuell bei starken Regenfällen auf den Bereich Winzenburg niedergehen könnten. Weitere versiegelte Flächen veranlassten ihn zu der Äußerung "Wir saufen ab!" Gegen diese Bedenken hatte der Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann die Nachricht parat, dass geplant sei, am tiefsten Punkt des Grundstücks eine Regenrückhaltung und Ausgleichsmaßnahmen einzuplanen.
Mit zahlreichen Bäumen und Büschen soll das Außengelände aufgewertet werden. Der Wirtschaftsweg soll als Zuwegung erhalten bleiben. Vorgesehen seien aber eine neue Deckschicht und der Bau weiterer Parkplätze für die Hallennutzer.
Nach dem Zeitplan gefragt, gab sich Heilmann optimistisch. "Es geht hier nicht um Schnelligkeit, sondern um Gründlichkeit. Aber wir sind schon weit in der Vorbereitung und hoffen, noch um Ostern mit den ersten Erdarbeiten beginnen zu können". Das Aufstellen der Halle werde acht Wochen dauern. Bei der Frage nach dem Umfang der Eigenleistungen erinnerte der Verwaltungschef an die Erfahrungen beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses oder des Feuerwehrgerätehauses in Algesdorf. Er sei sicher, dass sich der TSV gebührend mit einbringen werde.