SOLDORF (al). Die Gemeinde Apelern setzt auf neue Technik bei der nächtlichen Straßenbeleuchtung. Gewissermaßen als Pilotprojekt ließ sie jetzt 27 Lichtpunkte im Ortsteil Soldorf austauschen. Für Kosten in Höhe von 23.000 Euro, von denen knapp 6.000 Euro durch einen staatlichen Zuschuss ausgeglichen werden, erhofft sie sich mehr Licht und weniger Stromkosten.
Sechs Fächerspiegel reflektieren in jeder der neuen Mastaufsatzleuchten das Licht auf die Straße. Das ließ sich Bürgermeister Heinrich Oppenhausen von Elektromeister Volker Fischer erläutern.
Bereits im Frühjahr hatten sich die Kommunalpolitiker von Fachleuten beraten lassen. Diese empfahlen die Umstellung der alten Quecksilberdampflampen auf die Natriumtechnik. Diese Glühbirnen benötigen statt 125 nur noch 70 Watt. Zugleich besitzen sie nach Expertenmeinung eine längere Lebensdauer. Vor allem aber sollten die alten Pilzleuchten verschwinden. Die im Zuge der Dorferneuerung vor über 20 Jahren beschafften Kandelaber mit Milchglas und schlechter Reflexion seien völlig unzureichend.
Die Probeinstallation einer Mastaufsatzleuchte der neuen Generation folgte – und überzeugte den Rat so sehr, dass der komplette Austausch in Auftrag gegeben wurde. Jetzt ließ der Hülseder Elektromeister Volker Fischer die letzte der neuen Lampen im Beisein von Bürgermeister Heinrich Oppenhausen aufstellen. Fischer erläuterte dabei die Funktionsweise der sechs Fächerspiegel, die die die Lichtquelle auf Fahrbahn und Gehweg reflektieren. Fischer hat zudem eine hausseitige Abschirmung hinter den Plexiglaszylinder eingebaut: So werden nicht unnötig Fassaden oder die Fenster von Wohnhäusern angestrahlt.
Noch einmal rechnete Fischer den künftigen Spareffekt vor: neben dem um 40 Prozent reduzierten Energieverbrauch lassen sich weitere 30 Prozent der verbleibenden Stromkosten durch eine verminderte Leistung erzielen. Dafür wird in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr das komplette Lampennetz abgedimmt. "Das bemerken Passanten gar nicht", ist sich Fischer sicher. Oppenhausen ist von der Richtigkeit der Ratsentscheidung überzeugt. Im kommenden Jahr soll der Austausch in Groß Hegesdorf erfolgen. Dort wird außerdem ein Problem beseitigt: Die gegenwärtigen Bogenlampen haben sich für große Lieferfahrzeuge als problematisch erwiesen. Deshalb erhalten die Masten einen anderen Leuchtenkopf.
Etliche Pilzleuchten stehen auch noch in Apelern selbst sowie in Lyhren und Reinsdorf. Über deren Austausch soll im Rahmen der Dorferneuerung entschieden werden. Für Zuschüsse aus dem Programm haben sich die drei Ortsteile beworben. Foto: al