1. Kein "Tarifzonenwirrwarr"

    Landkreis wehrt sich gegen Kritik / Einheitsfahrschein angestrebt

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    SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Der Landkreis Schaumburg wehrt sich gegen die Kritik aus dem SPD-Samtgemeindeverband Rodenberg, das Tarifsystem im hiesigen Öffentlichen Nahverkehr sei unübersichtlich. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, glaubt er nicht, dass Fahrgäste einen "Tarifzonenwirrwarr" em-pfinden müssten.

    Allerdings weist er zugleich darauf hin, dass gegenwärtig mit den Verkehrsunternehmen eine "Durchtarifierung" mit einem Einheitsfahrschein verhandelt würde.

    Wie berichtet, hatten die Sozialdemokraten bei der Samtgemeinde Rodenberg beantragt, sich beim Kreis für eine Vereinfachung des Fahrpreissystems einzusetzen. Als nachahmenswertes Beispiel wurde der sogenannte "Großraumtarif" in der Region Hannover angeführt. "Mit diesem Wunsch werden offene Türen bei der Kreisverwaltung eingerannt", hieß es jetzt in einer schriftlichen Reaktion auf den SW-Bericht.

    Bereits 2002 sei auch in Schaumburg ein Gemeinschaftstarif eingeführt worden, bei dem alle Verkehrsunternehmen einen einheitlichen Fahrpreis anwenden, der sich nach Zonen richtet. Dies sei ein sogenannter "Wabentarif": Das Kreisgebiet ist in ungefähr gleich große Gebiete aufgeteilt worden. Der Zweckverband Großraum Braunschweig verfahre in ähnlicher Weise.

    Bislang richtet sich der in seiner Höhe jeweils gleiche Fahrpreis nach der Anzahl der durchquerten sechs möglichen Tarifzonen. Die Preisstufen liegen zwischen 1,40 Euro und 3,90 Euro.

    Das System der Region Hannover unterscheidet sich dadurch, dass es dort nur drei Fahrpreisstufen nach Zonenkreisen gibt. Allerdings sei der Fahrgast dort darauf angewiesen, das richtige Ticket bereits vor Fahrtantritt zu ermitteln und zu lösen. Dieses geschehe in der Regel an Automaten.

    Das sei im Landkreis Schaumburg einfacher geregelt, da der Fahrpreis beim Busfahrer zu lösen ist. Dort nennt der Teilnehmer sein Fahrziel und entrichtet die erhobene Gebühr. Zugleich sei er in der Lage, gesprächsweise weitere Informationen zu erhalten. Der Landkreis sieht darin eine Grundvoraussetzung für große Kundenfreundlichkeit – und schließt deshalb auch aus, dass seine Fahrpreisgestaltung ein "Wirrwarr" sei.

    Offenbar lassen sich aber doch noch weitere Verbesserungen erzielen. Denn auch die Kreisverwaltung denkt an eine "Durchtarifierung". Sie will, dass ein Fahrgast künftig nur noch mit einem einzigen Ticket im Schaumburger Land unterwegs sein kann. Entsprechende Lösungen würden derzeit verhandelt.

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