1. Feuerwehrstandort Lauenau mit großen Gefahren

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    In den letzten Jahren hat sich in Lauenau vieles verbessert. Ich freue mich und bin stolz darauf. Aber wenn ich die Baustelle des neuen Feuerwehrzentrums sehe, beschleicht mich die Angst, dass sich unser Flecken nun einen gefährlichen Schildbürgerstreich leistet. Das Feuerwehr-Gebäude entsteht an der Straße "Zum Mineralbad". Und dazu fällt mir folgendes auf:

    1. Die Straße hat eine sehr enge Fahrbahn und nur einen schmalen Bürgersteig auf nur einer Seite.

    2. Gegenüber der Feuerwehrausfahrt nutzen Jugendliche die Skater-Halfpipe.

    3. Am Ende der Straße befinden sich das Lauenauer Freibad und der Sportpark.

    4. Am Anfang der Straße liegen die Zufahrten zu den Parkplätzen der zwei Supermärkte Aldi und Penny.

    5. Die Straße ist eine Sackgasse!! Und an einer Sackgasse soll eine Feuerwehr stationiert werden?

    Wie sieht das dann wohl aus, wenn ein Rettungseinsatz startet. Zunächst fahren in großer Eile die Feuerwehrleute zum Gerätehaus, dann starten die gewaltigen Rettungsfahrzeuge über die schmale Fahrspur. Schulklassen, die zum Freibad oder in den Sportpark gehen oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, sind in solchen Momenten hochgradig auf der schmalen Fahrbahn oder dem schmalen Bürgersteig gefährdet. Und was machen die Rettungsfahrzeuge, wenn Badegäste oder Fußballfans in dieser Straße parken – ggf. trotz Halteverbots? Oder was machen die Rettungsfahrzeuge, wenn im Bereich der Parkplatzeinfahrten oder in der Einmündung vor der Tankstelle ein Verkehrsunfall passiert? Jedenfalls in die entgegengesetzte Richtung geht es nicht. Die Sackgasse würde also im schlimmsten Fall zur katastrophalen Mausefalle werden. Gibt es eigentlich überhaupt ein Argument, das für diesen Standort spricht?

    Alternativen gibt es sicher genug. In jedem Fall günstiger wäre z.B. ein Standort an der Messenkämper oder der Rodenberger Straße. Noch besser geeignet wäre das Gelände am westlichen Ortseingang zwischen Umgehungsstrasse und Pohler Straße. Hier liegt ein unbebautes Feld (zwar auf Pohler Gebiet) und nebenan ein Auto-Schrottplatz. Ein Feuerwehr Standort auf diesem Gelände würde in jedem Fall die o.g. Mängel vermeiden. Dort stehen zweispurige Straßen zur Verfügung, dort kann ein Unfall die Einsatzfahrt nicht verhindern, weil in beide Richtungen gefahren werden kann, dort begegnen den Rettungsfahrzeugen keine radfahrenden oder herumtollenden Kinder auf dem Weg zum oder vom Freibad bzw. dem Sportpark, dort werden keine Ausfahrten durch parkende Autos von Sportpark- oder Freibad-Besuchern versperrt und schließlich ist die Entfernung zur Autobahn sogar kürzer.

    Im Übrigen wäre an dieser Stelle ein neues Feuerwehrzentrum eine wesentlich attraktivere Visitenkarte für den Flecken, als der derzeitige häßliche Auto-Schrottplatz. Angeblich soll diese Alternative nicht möglich sein, weil das Gelände nicht der Gemeinde gehört. Aber, aber! Der Flecken kauft im Ortskern gleich mehrere Wohn- und Geschäftshäuser, er kauft Eigentumswohnungen im Wohnpark am Schloß, er hat die alteFeuerwehrimmobilie in der Gartenstraße verkauft und hätte das ungeignete Gelände am Freibad verkaufen können. Die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung müssen sagen, wie sie die oben genannten Risiken in der Planung eingeschätzt haben und was sie nun dagegen machen werden.

    Georg Reimann, Lauenau

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