1. Wider die Diskriminierung der Kohlpflanze

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    STADTHAGEN (bb). Der Europa-Abgeordnete Burkard Balz erklärte in seiner Festrede, dass er bei seinen Nachforschungen einer Verschwörung gegen den Braunkohl auf europäischer Ebene auf die Spur gekommen sei. Anders lasse sich die "Diskriminierung dieser wichtigen europäischen Kulturpflanze" nicht erklären.

    Braunkohl würde in der euro-

    päischen Rechtsordnung nämlich an keiner einzigen Stelle erwähnt. Damit sei die Pflanze für Brüssel praktisch nicht vorhanden. Es sei sein fester Wille, "diesem Treiben gegen den Braunkohl" ein Ende zu setzen, so Balz. Gemeinsam mit anderen Europa-Abgeordneten habe er ein Zehn-Punkte-Programm vorbereitet, um dem Kohl in der europäischen Politik den Stellenwert einzuräumen, den er verdiene.

    Burkhard Balz prostet zum Abschluss seiner Rede dem Publikum zu.

    Gut kam die Idee an, dass der Stadthäger Kohlkönig automatisch zum europäischen Kohlkönig ernannt würde, "um den europäischen Machtzirkel mit der neuen EU-Außenministerin und dem neuen EU-Ratspräsidenten zu komplettieren". Auf wenig Gegenliebe stieß allerdings Balz Vorschlag zur Vermeidung geschlechtsspezifischer Diskriminierung. Dass ab 2029 jeder dritte Stadthäger Kohlkönig eine Frau sein muss, schien den "Schaffern" wenig erstrebenswert. "Niemals" und "Buh" schallte es vielfach aus dem Publikum.

    Foto: bb

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