1. Behörden reagieren auf Pohler Proteste Markierung erneuert /Tonnenbeschränkung auf L 439

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    POHLE (al). Die schriftlichen und mündlichen Proteste der Gemeinde Pohle und einiger Bürger tragen erste Früchte. In Höhe der Autoverwertung an der Ortsgrenze zu Lauenau wurde die Fahrbahn-Seitenmarkierung erneuert, um das Halteverbot an dieser Stelle zu verdeutlichen. Auf der Landesstraße 439 dürfen zwischen Antendorf und Pohle künftig keine Lastwagen mit mehr als zwölf Tonnen fahren. Beide Maßnahmen sieht der Rat jedoch als nicht ausreichend an.

    "Solange die Polizei das Parkverbot nicht kontrolliert, wird sich da nichts ändern", fürchtet Bürgermeisterin Gerlinde Mensching über den Zustand in Höhe der Autoverwertung. Noch deutlichere Worte fand Ralf Wilkening (SPD): "Mich kotzt das maßlos an, wenn Kinder auf die Straße wechseln müssen, weil auf dem Radweg die Autos stehen." Offenbar parken dort Kunden ihre Fahrzeuge, wenn sie auf der Suche nach Autoteilen auf dem Betriebsgelände sind. Nun wollen Bürgermeisterin, Ratsmitglieder und auch Passanten Ordnungswidrigkeiten den Ordnungshütern melden.

    Auch die Tonnagebeschränkung auf der Landesstraße stieß nicht auf uneingeschränktes Wohlwollen. "Was bringt das", fragte Eberhard Hasler (CDU): "Jetzt biegen die in Antendorf ab und fahren über Wieersen die Straßen kaputt." Er verlangte von der Verwaltung den Hinweis, dass das Schwerlastverbot bereits ab Rehren A.O. gelte. Ein anderer Ratsherr machte sich Sorgen für die Gewerbebetriebe im Ort: "Da muss ‚Anlieger frei’ hin; sonst können die nicht mehr beliefert werden."

    Unterdessen hat auch der Wasserunterhaltungsverband West- und Südaue die Straßenbaubehörden auf den schlechten Zustand der landeseigenen Fahrbahn in direkter Nähe des Pohler Bachs aufmerksam gemacht und Maßnahmen gefordert: Etliche Meter Trockenmauern seien in ihrem Bestand gefährdet und drohen bei weiterer Verdrückung durch schwere Fahrzeuge in das Bachbett zu stürzen. Der Verband hatte den Bachlauf teilweise ausräumen lassen und war dabei auf die neuralgischen Punkte gestoßen. Im Zuge der Arbeiten ist allerdings auch eine Feldwegbrücke beschädigt worden (SW berichtet an anderer Stelle).

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