APELERN (al). Rund sechs Stunden lang haben sich die älteren Mitglieder aus den Schützenvereinen des Kreisverbands "Nesselblatt" prächtig unterhalten. Beim traditionellen "Kreisalterstreffen" freuten sie sich über eine deftige Grünkohlmahlzeit und das von den beiden Alterssprechern Hans-Georg Warwel und Günter Redeker ausgesuchte Programm. Zudem blieb genug Zeit zum Klönen und zum Kartenspiel. Beides aber war schlagartig uninteressant, als die Siegerehrung begann.
Seit jeher ist es bei den "Nesselblatt"-Schützen üblich, dass auch die Senioren sich in einem Turnier messen. Eigens dafür wurden spezielle Disziplinen geschaffen. Wer sich die Waffe aus freier Hand nicht mehr zutraut, kann auch stehend aufgelegt oder sogar sitzend schießen. 115 Teilnehmer konnten Warwel und Redeker begrüßen, darunter den Kreissportbundvorsitzenden Dieter Fischer, der sich nur selten den Besuch nehmen lässt. Denn für ihn ist die "Nesselblatt"-Tradition ein wichtiger Schritt, mit dem lebensältere Mitglieder dem Sport erhalten werden können.
Pokale gingen unter den Herrenmannschaften in der Stehend-Disziplin nach Bad Nenndorf (Altersklasse 1), Beckedorf I (Altersklasse 2) und Sachsenhagen II (Altersklasse 3). Bei den Damen eroberten sich in gleicher Reihenfolge Lindhorst II, Lindhorst I und Helsinghausen II die Pokale. In der Sitzenddisziplin waren die Herren aus Rehren II (Altersklasse 2) und Rehren III (Altersklasse 3) erfolgreich. Bei den Damen platzierte sich in der Altersklasse 3 die erste Mannschaft aus Haste.
In der Freihandwertung ging der Sieg wie schon den Vorjahren an den Apelerner Schützenclub. Als beste Einzelschützin wurde Lydia Melcher (Beckedorf) aufgerufen. Mit der Luftpistole siegte ebenfalls Apelern und stellte mit Dieter Riedel den Besten in der Einzelwertung. Einen Doppelerfolg erzielte der Nenndorfer Wolfgang Hoffmeister. Zunächst wurde er als bester Einzelschütze des gesamten Turniers aufgerufen; dann eroberte er sich mit Ehefrau Ursel noch den Familienpokal. eine Trophäe ging schließlich nach Feggendorf. Gerda Minkley vom dortigen Schützenclub kam die originelle Ehrung zu, weil sie beim Turnier den schlechtesten Treffer landete. Foto: al