RINTELN (ste). Das Gesundheits- und Gewaltpräventionsprogramm in der Berufsbildenden Schule ist kein Papiertiger für die Schublade, sondern wird durch Lehrkräfte und Schüler täglich mit mehr Leben erfüllt. Neuestes Projekt im Rahmen des Präventionsprogramms ist eine Wanderausstellung des Gemeinde-Unfallverbandes (GUV). Marie-Therese Bockhorst-Thöne hatte die Ausstellung auf der "Didacta", einer Messe für Pädagogen, gesehen und sofort für gut befunden. Wie ein roter Faden zieht sich durch die ausgestellten Bilder die Frage, was man selbst gegen Gewalt und ihre Auswirkungen tun kann.
Eine Frage, die sich auch die Schule immer wieder stellt, so Schulleiter Herbert Habenicht, der die Aufgaben der Schule heute weit über den Bildungsauftrag hinaus in die Bereiche der Erziehung sieht: "Wir müssen hier Defizite ausgleichen und uns gegen soziale Ausgrenzung von Schülerinnen und Schülern zur Wehr setzen!" Viele hätten es nie gelernt, mit Gewalt vernünftig umzugehen.
Zu beiderseitigem Vorteil ist hier die intensive Zusammenarbeit mit der Paritätischen Gesellschaft Behindertenhilfe (PGB). Acht Schülerinnen und Schüler der PGB kommen drei Mal die Woche zu Unterrichten in der Berufsschule, Fachbereich Soziales und Pflege. "So wollen wir Vorurteile überwinden helfen und die Sozialkompetenz unserer Schüler stärken", sagte Sabine Nolte, Abteilungsleiterin Soziales & Pflege in der BBS. Im Unterricht könne man dann "gelebte Achtung voreinander" feststellen und auch die behinderten Schülerinnen und Schüler geben der Klasse eine ganze Menge zurück: "Wir haben eine deutlich gesteigerte Disziplin und immer wieder stellen wir Stärken bei unseren PGB-Schülern fest, die es herauszuarbeiten gilt!"
Die Wanderausstellung "Achtung in der Schule" ist im Internet unter www.achtung-in-der-schule.de zu sehen und geht von Rinteln in eine Schule nach Osnabrück.
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