BAD NENNDORF/RODENBERG (pd). Zur fälligen Visitation der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria vom hl. Rosenkranz mit den Kirchen in Bad Nenndorf, Rodenberg und Lauenau besuchte der Bischof von Hildesheim, Norbert Trelle, Einrichtungen der Gemeinde. An einem Vormittag fand im Rahmen einer so genannten "Recollectio" in Rodenberg ein Gespräch mit Priestern, Diakonen und den hauptamtlichen Referenten des Dekanats Schaumburg statt, das insbesondere dem Erfahrungsaustausch über seelsorgerische Probleme vor Ort diente.
Bischof Norbert Trelle im Gespräch mit Vertretern der katholischen Kirchen in Rodenberg, Bad Nenndorf und Lauenau.
Abends stand in Bad Nenndorf ein intensiver Gedankenaustausch zwischen den Mitgliedern der Gremien "Kirchenvorstand" und "Pfarrgemeinderat" und dem Bischof auf dem Programm. Geleitet wurde diese Gesprächsrunde von Pfarrer Adalbert Bonk. Dabei spielten die Themen "Streichung der Stelle einer Gemeindereferentin", "Profanisierung von Kirchen, hier besonders in Lauenau", "Verstärkter Einsatz von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in allen kirchlichen Bereichen" eine herausragende Rolle.
Bischof Norbert Trelle konnte zwar nicht auf alle Fragen der Gemeindevertreter befriedigende Antworten geben und musste auf die prekäre finanzielle Situation des Bistums hinweisen. Diese werde sich nach den Worten des Bischofs in der Zukunft durch die negative Entwicklung der Kirchensteuer noch weiter verschärfen. Er gab aber unter anderem auch wertvolle Hinweise für die weitere Arbeit der Ehrenamtlichen, lobte das Engagement der Initiatoren zur Gründung des Fördervereins St. Markus in Lauenau und wies auf die Stärken des christlichen Glaubens hin, der alle Schwierigkeiten überwinden helfe. Das Treffen und der Gedankenaustausch mit dem Hildesheimer Bischof sei "eine wertvolle Bereicherung" gewesen, so die Beteiligten an der Gesprächsrunde. Bischof Trelle wird am kommenden Wochenende, 21. und 22. November, wieder in der Pfarrgemeinde zu Gast sein, um in Bad Nenndorf und Rodenberg 55 jungen Katholiken das Sakrament der Firmung zu spenden. Foto:privat.