SCHAUMBURG (ste). Unter dem Motto "Wir eröffnen die Grünkohlsaison" waren jetzt die Einwohner des Ortes unter der Schaumburg zum Grünkohlessen eingeladen. Etliche Gäste trafen sich dazu im Dorfgemeinschaftshaus, um zu erfahren, wer zweiter Schaumburger Grünkohlkönig wird. Die Feuerwehr hatte sich zum Ziel gesetzt, eine Person zu würdigen, die sich in besonderem Maße um die Dorfgemeinschaft oder die Ehrenamtlichkeit verdient gemacht hat. Und diese Person war schnell gefunden, erfüllt doch der Schaumburger Altbürgermeister Karl Lorenz beide Voraussetzungen.
Karl Lorenz (re.) wird zweiter Grünkohlkönig Schaumburgs.
Ehrenortsbrandmeister Heiner Bredemeier übernahm gerne die Aufgaben, das Wirken von Karl Lorenz in einer kleinen Ansprache darzustellen. Kommunalpolitisch war Lorenz seit 1961 unermüdlich und erfolgreich tätig. Bis zur Gemeindereform im Jahre 1974 gehörte er dem Rat der ehemals selbständigen Gemeinde Schaumburg an, deren Bürgermeister er von 1968 an war. Nach der Gemeindereform war er gleich Mitglied im Ortsrat Deckbergen-Schaumburg-Westendorf und im Rat der Stadt Rinteln. Dem Ortsrat stand er von 1976 bis 1996 als Ortsbürgermeister vor.
Neben diesen Aufgaben kümmerte er sich seit 1974 als Verwaltungsstellenleiter um die Belange seines Ortsteiles Schaumburg. Insbesondere lagen ihm ältere Mitbewohner und auf besondere Hilfe angewiesene Menschen am Herzen, denen er geholfen hat, um gewisse Lebensstandards zu bekommen und zu erhalten. Und wer nicht mehr selbst in die Sprechstunde kommen konnte, bekam auch schon einmal Besuch von Lorenz. "Das ist keine Selbstverständlichkeit", so Bredemeier.
Ein weiterer Zweig seines bürgerschaftlichen Engagements liegt auf dem Gebiet des Vereinswesens. Über 20 Jahre war er Schriftwart der Feuerwehr Schaumburg. Beim Verein Frohsinn ist er heute noch, seit mehr als 40 Jahren, Schriftführer und Vorstandsmitglied. Etliche Stunden hat der für diese Tätigkeiten, die er in seiner ruhigen Art gerne ausübt, verbracht. Bredemeier dankte Karl Lorenz für seine Arbeit im Sinne einer gedeihlichen Entwicklung seiner alten Gemeinde und des heutigen Ortsteiles Schaumburg. Mit dieser Ehrung wolle die Feuerwehr den Menschen etwas zurückgeben, die sich, wie Karl Lorenz, in besonderer Weise für den Nächsten und das Gemeinwohl eingesetzt haben.
Sichtlich überrascht nahm Karl Lorenz eine Urkunde sowie einen mit etlichen leckeren Sachen gefüllten und hübsch verzierten Grünkohlkorb entgegen.
Die Gäste im Dorfgemeinschaftshaus ließen sich anschließend den deftigen und noch dampfenden Grünkohl mit allerlei Beilagen schmecken. Mit einem gemütlichen Zusammensein und viel Spaß sowie guten Gesprächen klang die Veranstaltung aus.
Foto: privat