RINTELN (ste). "Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben." (Zitat von Cicely Saunders). Palliativmedizin ist die aktive und umfassende Betreuung von Patienten, deren Erkrankung nicht auf kurative Behandlung anspricht. Das Wort "palliativ" ist dem Stamm des lateinischen Wortes "Pallium" entnommen, dessen Bedeutung Mantel ist. Genau das möchte die Palliativmedizin erreichen, nämlich Schutz und Wärme den Patienten geben. Die Palliative Versorgung beinhaltet die ganzheitliche Begleitung, wie die Kontrolle von Schmerzen und anderen Symptomen sowie von sozialen, psychologischen und spirituellen Problemen. In gewissem Sinn stellt die Palliativmedizin die grundlegendste Form der Versorgung dar, indem sie die Bedürfnisse der Patienten, die nicht mehr kurativ (heilend) therapiert werden können, versorgt, ohne Berücksichtigung des Ortes; sowohl zu Hause, wie auch im Krankenhaus.
Die Palliativmedizin bejaht das Leben und akzeptiert das Sterben als normalen Prozess und will den Tod weder beschleunigen noch hinauszögern, aber die bestmöglichste Lebensqualität bis zum Tod bewahren. Die beiden Koordinatorinnen des Hospizvereins Rinteln e. V., Anke Claus und Cornelia Strübe, absolvierten von November 2008 bis September 2009 den für Koordinatorinnen erforderlichen Weiterbildungskurs in Palliativ Care. 160 Unterrichtstunden besuchten sie das Bildungswerk Hospiz und Palliativmedizin am städtischen Klinikum Gütersloh. Der Kurs beschäftigte sich mit den Themen "Kenntnisse der Schmerztherapie und Symptomkontrolle", "Grund- und Behandlungspflege in Hospiz- und Palliativmedizin", "Kommunikation mit Schwerkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen", "Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer" sowie ethischen Aspekten. "Mitarbeiter des Hospizvereins dürfen keine pflegerischen Tätigkeiten ausführen, doch für eine gute Arbeit ist es erforderlich, alle Aspekte und Möglichkeiten in Bezug auf eine bestmögliche palliative Versorgung zu kennen und so ein effektives Netzwerk für die Betroffenen aufzubauen", so die beiden Koordinatorinnen. Als Dank übereichte der Vorstand unter dem Vorsitz von Christine Deppmeyer Blumensträuße an die engagierten Koordinatorinnen, die mit ihrer Ausbildung aus dem spzialpädagogischen und medizinischen Bereich kommen. Damit erfüllt der Hospizverein in Schaumburg alle neuen Richtlinien, um sowohl über die Krankenkasse als auch über staatliche Leistungen abzurechnen. Foto: ste