1. Es fehlt nur noch eine Runde

    Träume von gemeinsamen Podiumsplätzen geplatzt

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    LANDKREIS (em). Mit den Fahrerpaarungen Rene Rast/ Nicki Thiim/Dennis Rostek und Hans Joachim Stuck/Frank Biela/Frank Stippler schickte das Audi Team Phoenix Racing ihre beiden Audi R 8 LMS am vergangenen Wochenende in den Meisterschaftslauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring. Bei nasskalten Bedingungen und Temperaturen um die sechs Grad starteten die 178 Teilnehmer um 8.30 Uhr in das auf 90 Minuten angesetzte Qualifying. Während des gesamten Zeittrainings kämpfte die Audi Mannschaft damit, den Reifen in eine perfekte Performance zu bringen. Mit den Startplätzen 8 und 11 war man jedoch zufrieden und hatte sich eine gute Ausgangsposition für das auf vier Stunden angesetzte Langstreckenrennen geschaffen. Kurz vor dem Rennstart entlud sich ein kräftiger Regenschauer über der 24 km langen legendären Nordschleife. Da man keine wirkliche Wetterprognose abgeben konnte, schickten die Techniker die beiden Audis mit unterschiedlichen Regenreifenkonstruktionen ins Rennen. Die Startfahrer Stuck und Rostek starteten perfekt ins Rennen. Doch schon nach der ersten Runde fing die Nordschleife an abzutrocknen. Hans Joachim Stuck kam nach drei Runden zum Wechsel auf Slicks an die Box und Rostek folgte vier Runden später. Rostek hatte Stuck überholt und befand sich auf Gesamtposition sieben. Wieder schickte man die Fahrzeuge mit unterschiedlichen Strategien auf die Reise und zog beim Porta Audi R 8 geschnittene Slicks auf und wechselte auf den gebürtigen Mindener Rast. Rast kämpfte über 13 Runden mit seinen Konkurrenten. Selbst ein kleiner Ausrutscher in einem feuchten Streckenabschnitt konnte ihn nicht daran hindern den Porta R 8 auf Gesamtposition drei nach vorne zu fahren. Beim Überqueren der 17. Rennrunde kam der 520 PS starke Sportwagen zum Fahrerwechsel auf den 20-jährigen Youngster Nicki Thiim an die Box. Der gebürtige Däne hatte die Aufgabe einen Neun-Runden-Turn heimzufahren und die Podiumsplatzierung zu sichern. Schon nach zwei Runden merkte man, dass er viel schneller war als der Werks BMW M 3 mit Tourenwagen Weltmeister Andy Prilaux am Steuer. Es wurde deutlich, dass man zum Rennende auch in den Kampf um Gesamtposition zwei eingreifen konnte. In der vorletzten Runde sollte jedoch alles anders kommen. Ein erneuter Regenschauer auf Teilen der Nordschleife rang die Fahrer mit Slickbereifung sämtliche Erfahrung ab. In einem der schnellsten Streckenabschnitte passierte dem im Rinteln lebenden Thiim der folgenschwere Fehler. Er verlor bei 200 Stundenkilometer die Kontrolle über seinen Rennwagen und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Dank des hohen Sicherheitsstandards im Audi R 8 konnte Thiim dem Fahrzeug lediglich mit Prellungen entsteigen. So gewann der Mamerow Porsche vor dem Werks BMW. Durch den Ausfall des Porta R 8 rutsche der zweite Phoenix Audi noch auf die Gesamtposition vier nach vorne. "Das wichtigste ist, dass Nicki keine ernsthaften Verletzungen davon getragen hat. Trotzdem ist es jammerschade. Es war ein großes Ziel von mir mit René und Nicki, die mein Vater im Management begleitet, dieses Jahr einmal zusammen auf dem Podium zu stehen. Wir standen so kurz vor einem für uns alle sehr emotionalen Erfolg", sagte ein enttäuschter Rostek. Beim letzten Meisterschaftslauf hat das Team keine neue Chance, einen Erfolg mit dem heimischen Trio einzufahren. Am 31. Oktober steht das Saisonfinale im Porsche Supercup in Abu Dhabi an, der Hauptmeisterschaft von Rast. Als Ersatz wird aller Voraussicht nach Stuck ins Lenkrad des Porta R 8 greifen. Wer der dritte Fahrer sein wird, oder ob man nur zu zweit startet, steht noch nicht fest.

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